Lunacek/Brunner: "Faymann muss Klima- und Energieziele des Europaparlaments unterstützen"

Grüne: Am EU-Gipfel steht klimafreundliche, saubere, sichere und bezahlbare Energiezukunft am Spiel

Brüssel/Wien (OTS) - "Der heutige EU-Gipfel lässt nichts Gutes für den Klimaschutz erwarten. Es droht, dass die Staats- und RegierungschefInnen das Zeitfenster für verbindliche Klima- und Energieziele der Union bis 2030 verstreichen lassen. Die Position des Europäischen Parlamentes in Richtung Halbierung der Treibhausgase und des Energieverbrauches und Verdoppelung der Erneuerbaren bis 2030 darf aber auf diesem Gipfel nicht unterminiert werden. Bundeskanzler Faymann hat heute und morgen am Gipfel die Chance mit der Unterstützung des Europäischen Parlamentes eine Schneise für den Klimaschutz zu schlagen und damit auch Werbung für die Bedeutung der Europawahlen zu machen. Nur mit drei ehrgeizigen und aufeinander abgestimmten Klima- und Energiezielen schaffen wir den Sprung in eine klimafreundliche, saubere, sichere und bezahlbare Energiezukunft für Europa.", erklärt Ulrike Lunacek, Vizepräsidentin der Grünen im Europaparlament und Spitzenkandidatin der österreichischen Grünen für die Europawahlen.

Christiane Brunner, die Umweltsprecherin der Grünen im Nationalrat, kritisiert daneben aufs Schärfste die anderen Fraktionen im Nationalrat, die gestern einen entsprechenden Antrag der Grünen im EU-Hauptausschuss abgelehnt haben: "Die österreichische Bundesregierung hat ihre Haltung in Sachen Klimaschutz offenbar an Stahl-, Industrie-, und Wirtschaftslobbyisten verkauft. Gleichzeitig ist es aber ebenso bedauerlich, dass auch die Opposition ihre Türen anscheinend für die Industrielobbys geöffnet hat und Freiheitliche wie Neos unseren Antrag auf eine verbindliche Positionierung der Bundesregierung Österreichs in dieser Frage ebenfalls ablehnten. Wirtschaft und Industrie haben augenscheinlich nur den kurzfristigen Gewinn und keine nachhaltigen Ziele für Arbeit, Wirtschaft und Umwelt im Blick. Das sollte uns nicht erst dann wieder dämmern, wenn die nächsten extremen Wetterereignisse eintreten, sondern jetzt auf diesem EU-Gipfel, wo endlich nachhaltige Entscheidungen für die Positionierung der EU bei Klimaschutz und Energieversorgung getroffen werden müssen."

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