Post-Personalvertretung erhebt Protest gegen Rechnungshof-Vorwurf

Personalvertretung empört über populistische Pauschalkritik der Rechnungshofprüfer - Köstinger: Rechnungshof-Beamte sollten einen Tag bei der Post arbeiten

Wien (OTS) - Die Post-Personalvertretung legt Protest ein wegen der jüngsten Pauschalattacke des Rechnungshofs gegen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Österreichischen Post AG.

"Anstatt vom hohen Ross Menschen pauschal zu verurteilen, sollten die Schreibtischtäter des Rechnungshofs nur einen einzigen Tag bei der Post arbeiten. Dann würden sie sofort erkennen, dass es nicht Unwille ist sondern die extrem verschärfte Arbeitssituation, die zur Dienstunfähigkeit der Kolleginnen und Kollegen führt", verlangt der Vorsitzende der Personalvertretung, Helmut Köstinger. "Wenn der Rechnungshof ernsthaft möchte, dass das Pensionsantrittsalter wieder steigt, dann sollte er sich unseren unermüdlichen Bemühungen anschließen, dass die Arbeitsbedingungen bei der Post wieder besser werden", so Köstinger weiter.

Schon die Unternehmensführung der Post hat in ihrer Stellungnahme mehrfach auf die hohen körperlichen Anforderungen an ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hingewiesen.

In den vergangenen Jahren hat die Post die Größe der Zustellgebiete der Zusteller verdoppelt und drei Viertel aller Postämter geschlossen. In den Postämtern kommen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter heute kaum noch zum Durchatmen. In der Zustellung ist die Gewichtsbelastung für die Zusteller stark gestiegen. Sowohl in der Zustellung als auch an den Postämtern wäre der Betrieb ohne permanente Überstunden nicht mehr aufrechtzuerhalten, weile mittlerweile in den beiden kundensensiblen Bereichen hunderte Planposten unbesetzt sind.

Die Personalvertretung hat dies erst vor wenigen Tagen thematisiert. Diese Situation hat nicht nur die physische Arbeitslast jener erhöht, die diese Ausfälle kompensieren können, sondern auch den psychischen Druck, weil die Beschwerden von Seiten von Kunden stark gestiegen sind.

"Dass das alles für die Betroffenen häufig in einer Dienstunfähigkeit endet, ist für alle, die sich ernsthaft mit der Situation auseinandersetzen, die logische Folge. Bei der nächsten Prüfung der Post sollte sich der Rechnungshof deshalb besser ansehen, was das Management unternimmt, um diese Situation vor allem für die älteren Kolleginnen und Kollegen endlich zu entschärfen. Das wäre wesentlich hilfreicher als die übliche pauschale Skandalisierung der Frühpensionierungen", so Köstinger.

Rückfragen & Kontakt:

Martin Palensky
Zentralausschuss Österreichische Post AG
Tel.: 0664/624 1206
E-Mail: martin.palensky@post.at

Thomas Linzbauer
- DIE KOMMUNIKATIONSGEWERKSCHAFT -
Johann-Böhm-Platz 1
1020 Wien
thomas.linzbauer@gpf.at
Tel. 0043-1-534 44-492 60
www.gpf.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NGB0006