Steßl: Elektronische Gesundheitsakte auch aus wirtschaftspolitischer Sicht sinnvoll

Verunsicherungskampagne des Hausärzteverbandes unverantwortlich - vor allem Menschen im ländlichen Raum brauchen Vertrauen in Gesundheitssystem

Wien (OTS/SK) - "Die anhaltende Kampagne des Hausärzteverbandes gegen die Elektronische Gesundheitsakte ist unverantwortlich - aus gesundheitspolitischer, aber auch aus budgetpolitischer Sicht. Die Menschen, vor allem im ländlichen Raum - wo der Hausarzt eine wichtige Rolle spielt - werden durch solche Aussagen nur unnötig verunsichert", sagt Finanzstaatssekretärin Sonja Steßl anlässlich eines Besuches des obersteirischen Bezirks Bruck an der Mur am Donnerstag. Die Kritik von SPÖ-Gesundheitssprecher Erwin Spindelberger am Hausärzteverband unterstützt die Staatssekretärin. Der steirische Abgeordnete hatte am Mittwoch die Ärztevertreter aufgefordert, wieder zu Seriosität und zu einer gemeinsamen Vorgehensweise zum Wohle der Patientinnen und Patienten zurückzukehren. ****

"Jene Minderheit der Ärzte, die hier aus durchsichtigen Gründen die gesamte Gesundheitsreform verhindern wollen, indem sie ELGA schlechtreden, sollten sich eigentlich bewusst sein, dass sie den Menschen Sicherheit vermitteln sollen und nicht das Gegenteil", so Steßl weiter. Im Arbeitsprogramm der Bundesregierung ist vorgesehen, die von SPÖ-Gesundheitsminister Alois Stöger bereits in der vorigen Legislaturperiode begonnene Gesundheitsreform zügig und bedürfnisorientiert fortzusetzen.

In Zeiten der wirtschaftlichen Konsolidierung seien Verwaltungsreformen, wie sie durch ELGA möglich sind, in allen Bereichen und auf allen Ebenen wichtig und wesentlich. Der häufigste Grund für Behandlungsfehler liege laut Patientenanwaltschaft im Informationsdefizit. ELGA baue dieses ab und helfe dadurch, Doppelbefunde, Mehrfachuntersuchungen, Überdosierungen sowie gefährliche medikamentöse Wechselwirkungen einzuschränken. Durch die Vermeidung unnötiger Zweit- bzw. Doppeluntersuchungen, durch kürzere Wege und raschere Diagnosen und Therapien spare die öffentliche Hand unnötige Kosten. Kostendämpfungspotentialen von bis zu 30 Prozent seien möglich. "Ob in der Verwaltung oder in Unternehmen, es ist doch immer so: Verbesserungen stellen sich nicht automatisch ein, sondern alle Beteiligten müssen aktiv mitarbeiten und nicht Reformen torpedieren", schließt Steßl. (Schluss) ah

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