ÖGB: Überstunden und Kündigungen von Über-50-Jährigen teurer machen

Mit kürzeren Vollzeit-Arbeitszeiten Entwicklung am Arbeitsmarkt stoppen

Wien (OTS/ÖGB) - "Die Spaltung des Arbeitsmarktes nimmt zu. Auf der einen Seite bekommen die Menschen nur mehr eine Teilzeitarbeit angeboten oder finden überhaupt keine Arbeit, auf der anderen Seite machen jene, die Vollzeit arbeiten, viele Überstunden und riskieren damit ihre Gesundheit", warnt Bernhard Achitz, Leitender Sekretär des ÖGB, anlässlich der heute präsentierten Arbeitsmarktstatistik 2013. "Überstunden müssen für Unternehmen deutlich teurer werden, ebenso wie Kündigungen von Über-50-Jährigen", fordert Achitz.++++

Achitz: "Wir brauchen innovative Konzepte, um mehr Arbeit zu schaffen - und um die vorhandene Arbeit gerechter zu verteilen." Eine wichtige Maßnahme wäre: "Die Überstunden müssen teurer werden." Der ÖGB fordert eine Überstundenabgabe in Höhe von einem Euro pro Stunde. Die Einnahmen sollen je zur Hälfte an das AMS und ins Gesundheitssystem fließen. "Auch mit kürzeren Vollzeit-Arbeitszeiten könnte die Entwicklung am Arbeitsmarkt gestoppt werden", sagt der Leitende Sekretär des ÖGB.

Vor allem für Über-50-Jährige ist die Lage am Arbeitsmarkt weiterhin schwierig. Der ÖGB fordert daher die rasche Einführung des von der Bundesregierung angekündigten Bonus-Malus-Systems für die Beschäftigung älterer ArbeitnehmerInnen. "Freiwillig passiert zu wenig, die Unternehmen müssen endlich in die Pflicht genommen werden", fordert Achitz.

Rückfragen & Kontakt:

ÖGB-Kommunikation
Katja Dämmrich
E-Mail: katja.daemmrich@oegb.at
Mobil: 0664 614 50 11
www.oegb.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NGB0004