ORF-"Tatort - Angezählt" mit Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnet Verleihung am 4. April

Wien (OTS) - Rekordwerte erzielte der Austro-"Tatort - Angezählt" bei seiner Erstausstrahlung im vergangenen Jahr sowohl bei den heimischen als auch den deutschen Zuseherinnen und Zusehern. Doch der ORF-Krimi konnte nicht nur das Fernsehpublikum überzeugen, sondern nun auch die Jury des Adolf-Grimme-Preises. Denn wie bei der Pressekonferenz gestern in Düsseldorf bekanntgegeben wurde, zählt der Austro-Fall zu den Preisträgern des 50. Grimme-Preises und wird in der Kategorie "Wettbewerb Fiktion/Spezial" mit dem begehrten Fernsehpreis bedacht. Die Auszeichnung geht an Martin Ambrosch (Drehbuch), Sabine Derflinger (Regie) sowie Adele Neuhauser und Harald Krassnitzer (Darstellung). Die Dreharbeiten zum nächsten neuen Austro-"Tatort" laufen auch schon wieder auf Hochtouren, wenn derzeit der topbesetzte Sicheritz-Krimi "Paradies" (AT) in der Steiermark entsteht. "Tatort -Angezählt" ist eine Produktion des ORF, hergestellt von Superfilm.

ORF-Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz: "Die 'Tatort'-Reihe ist nicht nur Kult, sie ist der Inbegriff erfolgreicher öffentlich-rechtlicher Krimikultur. Ohne Öffentlich-Rechtliche gäbe es diese Reihe nicht, und wir sind stolz darauf, dass die Österreich-'Tatorte' auch in Deutschland bei Kritikern und Publikum immer besonders erfolgreich sind. Ich gratuliere dem Team, das für den 'Tatort - Angezählt' ausgezeichnet wird, sehr herzlich."

ORF-Fernsehdirektorin Mag. Kathrin Zechner: "Dies ist eine besondere Anerkennung für einen besonderen Film. Der Preis zeigt, dass den Autoren und Darstellern, dem Produktionsteam und dem ORF mit 'Tatort - Angezählt' die Kombination einer spannenden kritischen Geschichte mit heutiger gesellschaftlicher Relevanz erfolgreich gelungen ist. Dazu benötigt man viel Können und das Bewusstsein für qualitätsvolles Erzählen. Ich bedanke mich dafür und gratuliere zu dieser remontierten Auszeichnung."

Aus der Jurybegründung: "Mit der Episode 'Angezählt' haben sich Fellner und Eisner endgültig als das vielleicht stärkste Team aller 'Tatorte' etabliert"

In der Begründung der Jury heißt es u. a.: "Zum einen ist 'Angezählt' ein dichtes psychologisches Drama über Schuld und Sühne, zum anderen ein detailgenaues, authentisches Stadtporträt, welches das nachtschwarze Wien als einen einzigen großen, entmenschlichten Sex-Discounter zeigt. Drehbuchautor Martin Ambrosch und Regisseurin Sabine Derflinger halten gekonnt die Waage zwischen den beiden großen Stoffen, verflechten sie perfekt ineinander." Und weiter: "Adele Neuhauser stürzt sich als Major Fellner mit ganzem Körpereinsatz in den Fall, verquickt in ihrem formatsprengenden Spiel die persönliche Leidensgeschichte der Polizistin mit denen der ausgebeuteten Prostituierten. Harald Krassnitzer als Major Moritz Eisner setzt mit wenigen Gesten die wichtigen Kontrapunkte, die seine über Grenzen gehende Partnerin immer wieder auf die Erde zurückholen. Mit der Episode 'Angezählt' haben sich Fellner und Eisner endgültig als das vielleicht stärkste Team aller 'Tatorte' etabliert: immer nüchtern in der Analyse - und doch persönlich in die Verbrechen verkeilt."

Preisverleihung am 4. April 2014

Die 50. Verleihung des Grimme-Preises findet am 4. April im Theater der Stadt Marl statt, wo auch das angesehene Adolf-Grimme-Institut ansässig ist, das zum Kreis unabhängiger Medien-Forschungseinrichtungen Europas zählt. Mit dem Grimme-Preis werden Fernsehsendungen und -leistungen ausgezeichnet, die für die Programmpraxis vorbildlich und modellhaft sind. Der Grimme-Preis wird seit 1964 alljährlich in Marl verliehen.

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