Arbeitszeit in Spitälern: Mayer fordert rasche Lösung

EU-Drohung bedauerlich - Regierung ignoriert langjähre Ärzte-Forderung

Wien (OTS) - Es sei bedauerlich, dass die Europäische Union einschreiten müsse, damit Österreich mit den überlangen Arbeitszeiten in den Spitälern aufräume. Die jahrelangen Forderungen der Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK) seien indes von der Regierung ignoriert worden, sagte der Bundesobmann der Angestellten Ärzte, Harald Mayer, in einer Presseaussendung am Donnerstag.

Bekanntlich droht die Europäische Kommission Österreich mit einer Vertragsverletzungs-Klage, sollten für die Krankenhäuser nicht die europaweit gültigen Arbeitszeit-Standards eingeführt werden. Nach Aussage des Bundeskurien-Chefs würden hierzulande viele Spitalsärztinnen und Spitalsärzte nach wie vor 72 oder mehr Stunden in der Woche arbeiten. Durchgehende Dienste lägen noch immer bei 32, manchmal auch bei 49 Stunden. Mayer: "Dieser Zustand ist für Ärzte und Patienten gleichermaßen unerträglich. Sie führen zu chronischer Überlastung der Ärzte und gefährden die Patienten." Nun sei das Sozialministerium am Zug, um mit den Ländern sehr rasch "sozial verträgliche und organisatorisch mögliche Lösungen" zu finden. "Der Raubbau an den Spitalsärztinnen und Spitalärzten darf nicht weiter ein tragendes Element für das Funktionieren der österreichischen Krankenhäuser sein", sagte Mayer abschließend. (ms)

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