Kaske: "So geht's nicht - AK lehnt geplante Kürzung der Wohnbaugelder strikt ab!"

Mehr geförderte Wohnungen dringend nötig - Wohnbau darf nicht für Steuerge-schenke herhalten

Wien (OTS) - "Die Länder müssen sich die von der Regierung bereitgestellten 276 Millionen Euro Wohnbaugelder abholen - ohne Wenn und Aber. Das ist machbar", verlangt AK Präsident Rudi Kaske. "Die Länder haben in den vergangenen Jahren ohnehin zu wenig gebaut und die Wohnbaugelder zum Stopfen von Budgetlöchern verwendet und nicht in den Wohnbau investiert. Das schadet der Bauwirtschaft und den Wohnungssuchenden." Völlig unakzeptabel ist für die AK eine vom Finanzministe-rium geplante Kürzung oder Streichung der 276 Millionen Wohnbaugelder. "Weil die Wirtschaft Steuergeschenke bekam, Stichwort Gmbh Light und Gewinnfreibetrag, darf dafür nicht der Wohnbau auf der Strecke bleiben. Die Länder sollen sich jedenfalls an Wien ein Beispiel nehmen, das seinen Anteil, 72 Mio Euro, abholen will."

Die Länder haben in den letzten Jahren die Wohnbaugelder zum Stopfen ihrer Budget-löcher verwendet und zu wenig gebaut. "Ich bin wirklich verärgert", so Kaske. "Sie nehmen die Wohnbaufördermittel, die wir Arbeitnehmer bezahlen und bauen zu wenig. Kommt die Zweckbindung nicht, wollen wir auch die Wohnbauförderung nicht mehr bezahlen, das sind 450 Millionen Euro im Jahr."

Um die Gelder abzuholen, müssen die Länder in den Jahren 2013 und 2014 mehr Wohnungen fördern als im Schnitt der Jahre 2006 bis 2011. "Das ist machbar. Immerhin brauchen wir dringend neue Wohnungen -insgesamt in den nächsten zehn Jahren 50.000 neue Wohnungen pro Jahr in ganz Österreich, davon rund 35.000 geförderte, in Wien 10.000, davon 8.000 geförderte", sagt Kaske. "Investitionen für leistbares Wohnen sind angesichts der wachsenden Städte und der hohen Wohnkosten unabdingbar! Überdies sichern und schaffen Investitionen in den Wohnbau auch Arbeitsplätze und kurbeln die Konjunktur an."

Die AK verlangt: Die Wohnbauförderung muss rasch zweckgebunden werden. Die Mit-tel müssen wieder für den sozialen Wohnbau eingesetzt und an die Teuerungsrate ange-passt werden. Die Länder müssen die zusätzlich bereitgestellten 276 Millionen Euro schnell abholen und tatsächlich bauen.

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