Junge Industrie: Staat darf Frühpensionen nicht länger subventionieren

JI-Vorsitzende Niss: Staatsnaher Bereich sollte Vorbild sein - Österreich gibt weiterhin viel zu viel für Pensionen aus - Populistische Reformfeindlichkeit endlich überwinden

Wien (OTS) - "Die Bundespolitik darf nicht länger den Kopf in den Sand stecken und weiterhin den österreichischen Irrweg eines möglichst frühen Pensionsantritts subventionieren. Die Zahlen aus dem staatsnahen Bereich sind teilweise ein reiner Affront gegenüber all jenen, die nicht zu Lasten aller kurz nach fünfzig möglichst rasch in die Pension verschwinden", so die Bundesvorsitzende der Jungen Industrie (JI), Dr. Therese Niss, angesichts jüngster Zahlen des Rechnungshofes zu Pensionierungen im staatsnahen Bereich. So habe auch die OECD kürzlich wieder bestätigt, dass Österreich weit mehr Geld als andere Staaten in das Pensionssystem investiere - "und das mit dem wahnwitzigen Erfolg, dass wir gegenüber den 70er Jahren immer kürzer arbeiten und immer länger in Pension sind. Jedes Kind kann sich ausrechnen, dass das auf Dauer nicht gutgehen kann. Gerade der staatsnahe Bereich sollte hier eigentlich möglichst Vorbild sein." Hier sei jedenfalls auch der zu strikte Berufsschutz in Österreich zu thematisieren, so Niss.

Gerade die Zahlen der OECD vom Dienstag betätigten zudem, dass es nicht zutreffend sei, wenn gerade in Österreich immer wieder vor "Kaputtsparen" und "sozialer Not" gewarnt werde, wenn es um das Thema "Reformen" gehe, so Niss: "Egal wer hierzulande zu welchem Thema auch immer das Wort 'Reform' in den Mund nimmt: Man wird umgehend niedergemacht, als plane man, ganz Österreich in soziales Elend zu stürzen. Das ist billig, populistisch und schlicht Blödsinn. Wir haben genug Sparpotenzial in vielen Bereichen - Pensionen, Gesundheit, Verwaltung -, um zu Sparen, ohne die Leistungen für die Bürgerinnen und Bürger auf existenzbedrohende Weise zu kürzen." Erfreulicherweise habe ja auch die OECD wieder bestätigt, dass das Haushaltseinkommen hierzulande sogar in den Jahren der Krise gestiegen sei.

Systemumstellung wird zur Frage der Gerechtigkeit

Ein ausgeglichenes Budget und ein Herunterfahren der Schulden könne nur über Einsparungen funktionieren, so Niss: "Mehr Steuern würden im Hochsteuerland Österreich nur in mehr Arbeitslosigkeit münden. Wir brauchen vielmehr eine Entlastung des Faktors Arbeit." Im Pensionsbereich werde ein wirklicher Systemwechsel daher immer mehr zu einer Frage der Gerechtigkeit, wie die Bundesvorsitzende hinzufügte: "Jeder soll bekommen, was er auch selber über die Jahre erarbeitet hat. Die JI hat in diesem Sinne vor Jahren bereits ein funktionierendes Pensionsmodell ausarbeiten lassen - Ausgleichszulage inklusive, vor 'Altersarmut' müsste sich also auch niemand fürchten. Und das System wäre fairer und nachhaltiger als der aktuelle Frühpensionswahnsinn."

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