WKÖ-Moretti zu Equal Pay Day: Wir sind stolz, dass Österreichs Wirtschaft weiblich ist

Endlich Rahmenbedingungen - allen voran Kinderbetreuungsplätze für die Kleinsten - schaffen, um Frauen den beruflichen Aufstieg und Chancengleichheit zu ermöglichen

Wien (OTS/PWK171) - "Jedes dritte österreichische Unternehmen wird von einer Frau geführt. Auch der Frauenanteil bei Unternehmensneugründungen steigt kontinuierlich und liegt mittlerweile bei über 40 Prozent. Österreichs Wirtschaft ist weiblich und darauf können wir stolz sein", betont die Vorsitzende von "Frau in der Wirtschaft", der Unternehmerinnenvertretung in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), Adelheid Moretti, anlässlich des heutigen "Equal Pay Day". Österreichs Frauen seien oft top ausgebildet, ziehen im Beruf aber deshalb meist den Kürzeren, weil die Verantwortung für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie immer noch bei den Frauen liegt und es zudem noch deutlich zu wenig Kinderbetreuungsmöglichkeiten gibt. "Deshalb setzen wir uns seit Jahren intensiv für einen flächendeckenden Ausbau einer qualitativ hochwertigen, leistbaren Kinderbetreuung - vor allem für die unter 3jährigen - ein", betont Moretti. Denn Österreich hinkt der Vorgabe der EU - 33 Prozent für diese Altersklasse - mit einer Betreuungsquote von 21 Prozent immer noch deutlich hinterher.

Eine von FiW in Auftrag gegebene Studie des Österreichischen Instituts für Familienforschung (ÖIF) im Juni 2013 hat eindrucksvoll den Handlungsbedarf aufgezeigt: Verbesserungen sind aber nicht nur bei der Betreuungsquote, sondern auch bei den täglichen Öffnungs- und Ferienzeiten, der Transparenz beim Aufnahmeverfahren oder bei länderübergreifenden Qualitätsstandard notwendig. Moretti: "Wir fordern daher, die Schließzeiten von Kinderbetreuungseinrichtungen auf maximal drei Wochen pro Jahr zu reduzieren und die Öffnungszeiten auf mindestens 50 Stunden pro Woche ausweiten." Das "8-Punkte-Forderungsprogramm" von FiW umfasst zudem etwa die Ausweitung der Altersgrenze bei der Absetzbarkeit für Kinderbetreuungskosten von 10 auf 14 Jahre sowie einen verstärkten Fokus auf frühkindliche Bildung und Förderung.

Eine weitere Ursache für die am "Equal Pay Day" kritisierten Einkommensunterschiede zwischen Frauen und Männern liegt für Moretti unter anderem darin, dass Frauen in jenen Branchen mit unterdurchschnittlichen Löhnen überproportional vertreten sind. "Hier gilt es, ein Aufbrechen alttradierter Rollenbilder zu forcieren und Mädchen auf die vielfältigen Berufschancen in der Wirtschaft aufmerksam zu machen", zeigt sich Moretti überzeugt. Nach wie vor sind bei Mädchen Bürokauffrau und Frisörin die beliebtesten Lehrberufe. Mädchen und Frauen müssten verstärkt für technische Ausbildungen und Berufe interessiert und gewonnen werden, die nach wie vor als klassische "Männerberufe" gelten. (ES)

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