Neues Volksblatt: "Beschämend" von Markus EBERT

Ausgabe vom 19. März 2014

Linz (OTS) - Wer auch immer der Meinung ist, die FPÖ gehöre in Regierungsverantwortung - und laut aktueller Umfrage sind das rund jene 27 Prozent der Österreicher, die bei einer nunmehrigen Nationalratswahl mit ihrer Stimme die Blauen zur stärksten Partei machen würden -, ist gut beraten, Nationalratssitzungen zu verfolgen. Denn das Bild, das Strache & Co. dort abliefern, hat gar nichts Staatstragendes an sich. Überschlugen sich bei der letzten Sondersitzung zum Thema Hypo vor einem Monat noch alle Oppositionsparteien in pubertärem Klamauk - man erinnere sich an Handschellen-Gefuchtel, angeklebten Kuckuck, Polizei-Kelle und allerlei Taferl -, so zeigten sich gestern alle bis auf die Blauen zivilisiert, sprich dem Hohen Haus angemessen.
Taferl-Wacheln und viel dazwischen schreien: Die Haltet-den-Dieb-Methode der Strache-FPÖ in Sachen Hypo Kärnten wurde auch gestern wieder recht exzessiv strapaziert. Und daher, so die Frage an die 27 Prozent: Ist es das, was man will - eine Radautruppe, deren Ableger einmal in einem Bundesland wirklich das Sagen hatte und daraus den größten Bankenskandal wachsen ließ, dessen Bewältigung nun die größtmögliche Herausforderung innerstaatlicher Solidarität erfordert? Und weil es nicht oft genug gesagt werden kann, sei es an dieser Stelle wiederholt: Diesen Blauen politisch den Steigbügel für einen U-Ausschuss zu halten, ist ein beschämender politischer Dienst.

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