Holzinger: Entscheidung der Ministerin zu PISA ist zu respektieren!

Neue Mittelschule ist intern differenzierte Schule, die auf Talente der Kinder eingeht und unterschiedliche soziale Backgrounds berücksichtigt

Wien (OTS/SK) - Die Entscheidung der Ministerin, den Bildungsstandard PISA kurzfristig auszusetzen, sei zu respektieren, hat die SPÖ-Abgeordnete Daniela Holzinger heute, Dienstag, im Nationalrat anlässlich der Dringlichen Anfrage an Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek festgestellt. Gerade angesichts der in den letzten Wochen laut gewordenen unqualifizierten Unkenrufe nach dem Rücktritt der Ministerin, sei jetzt Professionalität gefragt. "Professionell ist es, sich - wie unsere Ministerin - genau anzusehen, wo das Problem liegt und erst dann wieder Tests abzuhalten. Schließlich geht es um personenbezogene Daten vieler Schülerinnen und Schüler sowie vieler Eltern", betonte die Abgeordnete. Hinsichtlich der ersten Testergebnisse zur Neuen Mittelschule sagte Holzinger: "Mit der Neuen Mittelschule haben wir den richtigen Weg eingeschlagen, denn die ersten Ergebnisse zeigen, dass die Schulform besser unterschiedliche soziale Standards unter den Kindern ausgleicht und damit mehr Bildungsgerechtigkeit bringt. Die Neue Mittelschule ist eine intern differenzierte Schule, die auf die Talente der Kinder eingeht und unterschiedliche soziale Backgrounds berücksichtigt," ist Holzinger überzeugt.****

"Wir sind derzeit noch in der Einführungsphase der Neuen Mittelschule. Lehrerinnen und Lehrer, Schülerinnen und Schüler müssen sich noch daran gewöhnen. Erst 2018 wird die Überführungsphase der Neuen Mittelschule zur Regelschule abgeschlossen sein. In einer Einführungsphase darf es natürlich zu Verbesserungsvorschlägen kommen, auf die es auch einzugehen gilt. Das Schlimmste ist es aber, dem Projekt Neue Mittelschule mit plumper Ablehnung gegenüberzutreten, weil es angeblich zu teuer und zu wenig effizient sei", kritisierte Holzinger Teile der Opposition und entgegnete: "Die soziale Durchmischung ist aktuell nicht in dem Ausmaß gegeben, wie wir es uns wünschen würden. Es wäre aber fahrlässig angesichts dessen, jetzt zu sagen, es braucht zwei Schultypen für kluge und vermeintlich nicht kluge Kinder. Im Gegenteil: Es braucht einen Schultyp, der allen die beste Förderung bietet, der nach innen differenziert ist und in dem die vielfältigsten Talente Berücksichtigung finden. Die Ergebnisse der Bildungsstandards einfach dazu zu nützen, alles schlecht zu machen, ist der falsche Weg. Das sind Fehlinterpretationen, die der Zukunft Österreichs und unserer Schülerinnen und Schüler im Weg stehen", betonte die Abgeordnete.

Einspruch erhob Holzinger gegen das vom Team Stronach vorgebrachte Argument, die Neue Mittelschule sei zu teuer und zu wenig effizient. "Schule darf nicht an Wettbewerbskriterien gemessen werden, sondern muss sich an den Kindern und ihren Bedürfnissen orientieren", unterstrich Holzinger. Die Neue Mittelschule sei eine neue Art der Schule mit kleineren Klassen und mehr Pädagoginnen und Pädagogen, um einen optimalen Betreuungsschlüssel zu gewährleisten. Wir müssen uns entscheiden: Wollen wir, dass die Talente und Fähigkeiten unserer Kinder gefördert werden oder nicht? Wenn ja, müssen wir uns darüber im Klaren sein, dass das Geld kostet. Ich denke, die Zukunft und das Fundament unserer nächsten Generation muss uns das wert sein", sagte die Abgeordnete.

Den Unkenrufern in der FPÖ entgegnete Holzinger: "Erinnern Sie sich nicht daran, was in den sieben Jahren der FPÖ-Regierungsbeteiligung passiert ist? Die Bildung wurde links liegen gelassen, es gab einen Reformstau und Kürzungen bei den Stunden und beim Personal waren an der Tagesordnung", so Holzinger. (Schluss) rp/eg

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