Greiner zu Hypo: "Abbaugesellschaft ist aus Perspektive der Gesamtverantwortung die beste Lösung"

"Mit einer Insolvenz spielt man nicht, auch nicht mit menschlichen Schicksalen"

Wien (OTS/SK) - Der Vorschlag, eine Abbaugesellschaft für die Hypo zu gründen sei "aus der Perspektive der Gesamtverantwortung die beste Lösung", hat SPÖ-Nationalratsabgeordnete Karin Greiner heute, Dienstag, in der Sondersitzung zur Hypo betont. Gleichzeitig stellte sie hinsichtlich des Vorschlags einer Insolvenzlösung für die Hypo Alpe-Adria fest: "Dabei würden für das Land Kärnten Landeshaftungen zwischen 12 und 13 Mrd. Euro sofort schlagend werden und Kärnten wäre somit zahlungsunfähig. Mit einer Insolvenz spielt man nicht, auch nicht mit menschlichen Schicksalen", so Greiner. ****

Im Falle einer Insolvenz der Hypo Alpe-Adria würde dem Land Kärnten eine Zwangsvollstreckung drohen und das Landesbudget würde sich um zwei Drittel reduzieren - von 2,2 Mrd. auf 800 Mio. Euro. "Hinter diesen Zahlen stehen menschliche Schicksale, denn: Was würde das für Landesbeamte, Kindergärten, Schulen und Spitäler bedeuten? Mit einer Insolvenz spielt man nicht, auch nicht mit menschlichen Schicksalen", machte Greiner deutlich.

Demgegenüber habe die Errichtung einer Abbaugesellschaft eindeutige Vorteile: "Die geplante Lösung sieht vor, dass die südosteuropäischen Tochtergesellschaften der Hypo Alpe-Adria verkauft werden und die restlichen Teile in einer Abbaugesellschaft, ohne generelle Staatshaftung, verbleiben." Das dafür benötigte Sondergesetz werde bis Juli 2014 vorliegen und es werden "Verhandlungen mit dem Freistaat Bayern, der Banca d'Italia und dem Bundesland Kärnten, darüber, inwiefern Kärnten einen gerechten Beitrag leisten kann, erfolgen", so Greiner. (Schluss) dm/eg

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