Sichere und wettbewerbsfähige Stromversorgung für Österreich

Oesterreichs Energie: Standortfaktor Strom gewinnt an Bedeutung

Wien (OTS) - Eine sichere und im internationalen Benchmark wettbewerbsfähige Stromversorgung wird im internationalen Konkurrenzkampf der Industriestandorte immer wichtiger. "Österreichs Stromunternehmen bieten Industriekunden Top-Services zu fairen Preisen, das belegt eine aktuelle Studie des Beratungsunternehmens Pricewaterhouse Coopers (PWC) im Auftrag von Oesterreichs Energie", erklärt Barbara Schmidt, Generalsekretärin der Interessenvertretung der österreichischen E-Wirtschaft.

Österreich ist europäischer Vorreiter in Sachen erneuerbarer Stromerzeugung. Seit 2009 stieg der Anteil erneuerbarer Energien an der inländischen Stromproduktion von 71 auf 76 Prozent. Die Stromproduktion aus fossilen Ressourcen sank von 29 auf 25 Prozent. Schmidt: "Österreich ist damit viel weniger als andere Länder abhängig von Strom aus Kohle- oder Gaskraftwerken." Durch restriktivere Ausbaurahmenbedingungen von erneuerbaren Energien konnte zudem der Ökostromaufschlag im Vergleich zu Deutschland relativ niedrig gehalten werden - eine wichtige Stütze für den Wirtschaftsstandort. Die Energieversorgung wird zudem immer wichtiger für die Beurteilung eines Standorts. Schmidt: "Je höher der Automatisierungsgrad in der Produktion wird, desto wichtiger wird die Energieversorgung im Vergleich zu beispielsweise Personalkosten."

Wettbewerbsfähige Industriestrompreise
Laut der Untersuchung von PWC muss ein Industrieunternehmen in Österreich bei einer Abnahme von rund 15 Gigawattstunden (GWh) jährlich rund 10 Cent pro kWh elektrischer Energie (inklusive aller Abgaben) bezahlen, während es in Deutschland bereits rund 15,8 Cent sind. Ausschlaggebend für den gravierenden Unterschied sind die staatlich verursachten Abgaben und Steuern. Für ein Unternehmen mit einem jährlichen Verbrauch von 15 GWh führt dies zu Mehrbelastungen von rund 870.000 Euro, wenn in Deutschland produziert wird. Ein Industrieunternehmen im strukturstarken und mit Europa vergleichbaren Nordosten der USA zahlt mit rund 10 Cent pro kWh einen ähnlichen Preis wie ein österreichischer Wettbewerber.
Schmidt: "Da viele Firmen im globalen Wettbewerb stehen, entscheiden die Faktoren Preis und Versorgungssicherheit über die Wettbewerbsfähigkeit der im Lande angesiedelten Unternehmen. Doch der Standortfaktor Strom gerät zusehends unter Stress durch die Turbulenzen auf den Energiemärkten. Um den Ausbau der erneuerbaren Energien weiter voranzutreiben und gleichzeitig die Finanzierbarkeit sowie die Versorgungssicherheit zu gewährleisten müssen die bisherigen Regelungen insbesondere in Deutschland reformiert werden. Schmidt: "Die bestehenden Marktmechanismen honorieren die Versorgungssicherheit nicht mehr."

Problem hohe Abgaben
Während die USA und Österreich vergleichsweise niedrige Industriestrompreise aufweisen, steigen die Abgaben und Steuern auf Strom in Deutschland seit ca. 2005 signifikant. Zuletzt waren rund 48 Prozent des Industriestrompreises staatlich bedingt. Hauptverantwortlich ist hierfür die EEG-Umlage, die 2014 bereits 6,24 Cent pro kWh beträgt. In Österreich gibt es keine Abgabenbefreiungen wie in Deutschland. Industrie, Gewerbe und Verkehr tragen laut Berechnungen der PWC-Studie mehr als die Hälfte der heimischen Ökostromkosten von 501 Mio. Euro jährlich.

Versorgungssicherheit braucht neue Impulse
Für die Versorgungssicherheit kann die Entwicklung an den Strommärkten ernste Folgen haben. In Deutschland wurde bereits mangels Rentabilität die Stilllegung von 10.000 MW Kraftwerksleistung beantragt, das entspricht dem Strombedarf von 10 Millionen Haushalten. Um in Zukunft die Stabilität des Netzes und der für den Wohlstand wichtigen verlässliche Stromversorgung zu gewährleisten, müsse aber ausreichend gesicherte Kapazität zur Verfügung stehen, nicht zuletzt um die Erzeugungsschwankungen der volatilen erneuerbaren Energien auszugleichen. Schmidt: "Wir brauchen daher dringend neue Impulse, um die Versorgungssicherheit weiter auf dem gewohnten hohen Niveau halten zu können."

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