Nationalrat - Mayer: Vorgangsweise von Bildungsministerin Heinisch-Hosek richtig

Wien (OTS/SK) - "Eltern müssen sich darauf verlassen können, dass Daten, die von Schülerinnen und Schülern erhoben werden, sicher sind. Durch die Nebenerhebungen bei Testungen - wie etwa dem PISA-Test -werden sehr sensible und heikle Daten ermittelt, um herauszufinden, wo und warum es bei Kindern Defizite gibt. Daher sind die Bedenken von Unterrichtsministerin Heinisch-Hosek sehr ernst zu nehmen und ihre Vorgangsweise richtig", stellte SPÖ-Abgeordneter Elmar Mayer im Rahmen der Dringlichen Anfrage der Grünen an Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek bezüglich des "Datenlecks" beim BIFIE am Dienstag im Nationalrat klar. Hier sei ein krimineller Akt passiert, der aufgeklärt gehöre. ****

Auch Mayer bedauerte diese Absage, denn er sei überzeugt, "dass das Ergebnis weiter nach oben gehen wird". Denn der Bildungsdampfer bewege sich weiter und "in den letzten fünf Jahren haben wir viele richtige Weichen gestellt, die sich auswirken", so Mayer. Ganz wichtig sei der Vorstoß von Bildungsministerin Heinisch-Hosek, dass man in der Grundschule von Ziffernnoten weggehen solle. Denn man wisse seit 40 Jahren aus der Entwicklungspsychologie, dass etwa ein und derselbe Aufsatz von LehrerInnen mit ein und derselben Ausbildung vom selben Jahrgang von "Eins" bis "Nicht genügend" benotet wird. Auch in Mathematik gebe es die gesamte Skala. Mit dem Notendruck und der selektiven Auslese werde die Ungerechtigkeit durch unterschiedliche Herkunft noch verstärkt.

Ein ganz wichtiger Punkt ist auch die Schulautonomie: "Wir wollen die Schulautonomie stärken, wollen der Schule ganz klare Aufgaben geben, wo es hingehen soll, was die Bildungsziele sind und was wir am Ende der Volksschule wollen", so Mayer. Dorthin wolle man ganz gezielt im Bereich der Kompetenzen arbeiten, nicht mit wöchentlichem Notendruck. Die internationalen Tests PISA, PIRLS, TIMSS sind wichtig, um den internationalen Vergleich zu haben und auch um an den Hochschulen nachzujustieren. "Das muss man auch national tun. Dazu haben wir die Bildungsstandards eingeführt, die ganz wichtig sind, um zu überprüfen, ob alle Kinder am Ende der vierten Schulstufe lesen, schreiben und rechnen können."

"Jetzt sehen plötzlich alle die Wichtigkeit der Tests wie PISA oder PIRLS, bis hin zu den nationalen Bildungsstandards und der Neuen Matura", freut sich Mayer über die neue Gemeinsamkeit aller Fraktionen, "denn das war schon mal anders". (Schluss) bj/sl

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