Europäisches KMU-Barometer: Erholung verzögert sich

KMU-Geschäftsklimaindex noch immer unter der 70-Punkte-Schwelle

Wien (OTS/PWK169) - "Die Zuversicht der europäischen KMU ist in den letzten 12 Monaten gestiegen, wenn auch geringer als erwartet. Wie die aktuelle Umfrage der UEAPME (Europäischer Dachverband der kleinen und mittleren Unternehmen) zeigt, befindet sich der KMU Geschäftsklimaindex immer noch unter der 70 Punkte Marke, welche als Schwelle für ein neutrales Geschäftsklima steht. Demnach zeigten sich in der zweiten Jahreshälfte 2013 noch keine Anzeichen für eine spürbare Erholung der wirtschaftlichen Situation für die KMU in Europa" so heute, Dienstag, die UEAPME-Vizepräsidentin, Ulrike Rabmer-Koller.

Für alle Teilindikatoren - Wirtschaftsklima, Gesamtumsätze, Beschäftigung, Investitionen und Auftragslage - liegen die aktuellen Ergebnisse unter den erwarteten Ergebnissen vor 6 Monaten. Gründe für die weniger dynamische Erholung der KMU im Vergleich zur Gesamtwirtschaft sind der immer noch erschwerte Zugang zu Finanzierung, welche für Investitionen benötigt wird. Treiber für Umsätze und Beschäftigung sind die Industrie und unternehmensbezogene Dienstleistungen.
In Summe, signalisieren die Erwartungen für das erste Halbjahr 2014 nur eine leichte Verbesserung der konjunkturellen Situation in Europa und reichen somit nicht aus, um die KMU aus der Stagnation in eine Phase der Erholung zu führen.
Das Geschäftsklima innerhalb der EU zeige dabei Unterschiede zwischen den Kernländer und dem Süden inklusive den Peripherieländern der Europäischen Union, die sich zuletzt angenähert haben.
Erwartet werden kann Wachstum in den Kernländer Europas mit jedoch nur eingeschränkten Effekten auf die Beschäftigung. Im Süden und in den Peripherieländern hingegen ist das Vertrauen nach wie vor sehr eingeschränkt und es stehen noch einige Herausforderungen bevor, um die wirtschaftliche Lage der kleinen und mittleren Unternehmen zu stabilisieren.

Vor diesem Hintergrund sind für die Zukunft weiterhin vertrauensbildende Maßnahmen auf europäischer und nationaler Ebene notwendig. "Auch wenn sich in der Gesamtwirtschaft in Europa eine leichte Erholung abzeichnet, darf das nicht bedeuten, dass Reformen aufgeschoben werden. Für KMU essentiell ist der verbesserte Zugang zur Finanzierung, um notwendige Investitionen zu tätigen und die bürokratischen Belastungen für KMU weiter zu verringern", so Christoph Schneider, der Leiter der Wirtschaftspolitischen Abteilung der WKÖ, abschließend. (BS/JR)

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Direktor für Wirtschafts- und Fiskalpolitik
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