FSG-Katzian: Säumige Unternehmer schwächen Krankenkassen

Skandal, wenn Arbeitgeber die Beiträge nicht weitergeben, die ArbeitnehmerInnen abgezogen werden

Wien (OTS/FSG) - "In jedem Wahlkampf wird die Forderung der Wirtschaft laut, die Arbeitgeber-Beiträge für die Krankenkassen zu senken. Offenbar ist es eine Generallinie der Arbeitgeber, die Krankenkassen zu schwächen und finanziell auszuhungern. Anders ist die schlechte Zahlungsmoral der Unternehmen in puncto Krankenversicherungsbeiträgen nicht zu erklären", kritisiert Wolfgang Katzian, Vorsitzender der Fraktion Sozialdemokratischer GewerkschafterInnen (FSG) im ÖGB die Tatsache, dass die Beitragsrückstände der Arbeitgeber mit Jahresende 920 Millionen Euro betragen: "Dieser Rückstand wirkt sich natürlich auf das Leistungsangebot aus, säumige Unternehmer schwächen also die Krankenkasse."++++

"Es ist ein Skandal, wenn die Sozialversicherungsbeiträge den ArbeitnehmerInnen vom Einkommen abgezogen werden und die Arbeitgeber sie dann nicht an die Sozialversicherung weitergeben. Hier braucht es offensichtlich noch wesentlich mehr Druck auf diese schwarzen Schafe unter den Arbeitgebern", fordert Katzian. Das sei im Übrigen auch im Interesse jener Arbeitgeber, die sich korrekt und fair verhalten.

Die beachtliche Summe von 920 Millionen Euro setze sich nicht ausschließlich aus den Rückständen von Scheinfirmen und in Insolvenz geratene Unternehmen zusammen, so Katzian: "Den Unternehmern ist dringend mehr Zahlungsmoral angeraten! Wenn alle Arbeitgeber in Österreich ihre Abgaben, Steuern und Sozialversicherungsbeiträge so pünktlich abliefern würden wie die ArbeitnehmerInnen, dann hätten wir mehr Spielraum, um das soziale Netz engmaschiger zu spannen."

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