Kooperationsvereinbarung "Matching Funds" zwischen Land Tirol und FWF abgeschlossen

Wien (OTS) - Landeshauptmann Platter präsentierte heute im Rahmen eines Pressegesprächs, mit welchem Förderungspaket das Land Tirol seine Forschungsstrategie ausbauen wird. Zentraler Kooperationspartner dabei wird der Wissenschaftsfonds (FWF) sein.

Das Bundesland Tirol als Teil der Europaregion "Tirol-Südtirol-Trentino" verfolgt seit mehreren Jahren die Strategie, den Standort im Bereich Forschung und höhere Bildung kontinuierlich zu stärken. Diese politische Absicht erhält durch den nunmehrigen Beschluss der Tiroler Landesregierung, eine Förderungskooperation mit dem Wissenschaftsfonds einzugehen, eine weitere konkrete Ausgestaltung.

Diese Vereinbarung entspricht auf beispielgebende Art und Weise der Intention des FWF, starke Forschungsimpulse vor Ort zu fördern, was auf Tirol ohne jeden Zweifel zutrifft. Als Indikator für die wissenschaftliche Leistungsfähigkeit Tirols sei das durchschnittliche FWF-Bewilligungsvolumen in den letzten fünf Jahren angeführt: 23,1 Mio. Euro.

Zukünftig wird die Tiroler Landesregierung auf Basis von Förderungsempfehlungen, die der FWF ausspricht, zusätzlich jene Projekte ko-finanzieren, die auf optimal Weise den Standort stärken und den strengen FWF-Qualitätskriterien entsprechen. Der Wissenschaftsfonds zeichnet für die internationale Begutachtung der eingereichten Forschungsanträge, den Abschluss der Förderverträge und die Abrechnung der Forschungsprojekte gemäß seiner Richtlinien verantwortlich.

Die letztgültige Auswahl der vom FWF als förderungswürdig eingestuften Projekte erfolgt im Rahmen dieses Förderpaktes durch den Wissenschaftlichen Beirat des Landes Tirol, der dadurch definiert, in welchen Bereichen wissenschaftlicher Forschung verstärkt Nachwuchsförderung in Tirol betrieben werden soll.

Das nunmehr aus der Taufe gehobene "Matching Fund Modell" des FWF entspringt einem erfolgreichen Antrag des Wissenschaftsfonds bei der Österreichischen Nationalstiftung, mit dem der FWF darauf abzielte, forschungsaffinen Bundesländern konkrete Ko-Finanzierungsmodelle anzubieten, die forscherische Top-Qualität nach FWF-Maßstäben mit standortspezifischen Forschungsüberlegungen verbinden. In diesem Modell kann der FWF auf jeden investierten Euro des Bundeslandes einen Euro aus Nationalstiftungsmitteln dazuzahlen und schafft so einen beträchtlichen Hebel. Für das Jahr 2014 stehen zunächst drei Mio. Euro aus Stiftungsmitteln zur Verfügung, der FWF hofft aber auf eine Verstetigung des "Matching Fund Modells" in der Zukunft.

Das Land Tirol und der Wissenschaftsfonds bündeln auf diese Weise Forschungsmittel in beträchtlicher Höhe, die in den kommenden Jahren für mehr Spitzenforschung "made in Tyrol" und zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses vor Ort zur Verfügung stehen werden.

Rückfragen & Kontakt:

FWF - Der Wissenschaftsfonds
Stefan Bernhardt
Tel.: +43 1 5056740 DW 8111
stefan.bernhardt@fwf.ac.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FWF0002