Nationalrat - Kucher: Hypo-Insolvenz hätte dramatische Auswirkungen gehabt

Wien (OTS/SK) - Der Imageschaden und die Folgewirkungen einer Hypo-Insolvenz für das Land Kärnten und die Republik Österreich wären massiv gewesen. "Deshalb ist es so unfassbar, dass man nur aufgrund billiger politischer Manöver auf die Idee kommen kann, mit den Ängsten und Existenzen von Menschen zu spielen und ein Bundesland in Bankrott zu schicken", skizzierte der Kärntner SPÖ-Abgeordnete Philip Kucher in seiner Rede bei der Sondersitzung des Nationalrats die dramatischen Auswirkungen einer Insolvenz. Man müsse sich bei Faymann, Spindelegger und allen konstruktiven Kräften, die an dieser Lösung mitgearbeitet haben, bedanken. "Ja, Kärnten ist sich seiner Verantwortung bewusst. Wenn die Schadenssumme und die Zeitabläufe feststehen, werden auch wir einen Beitrag zu den Aufräumarbeiten leisten", betonte Kucher. ****

Bei einer Insolvenz hätte ein Masseverwalter umgehend sämtliche Ermessensausgaben streichen müssen. "Das hätte die sofortige Einstellung der Wirtschaftsförderung, des öffentlichen Straßenbaus und des sozialen Wohnbaus bedeutet, mit dramatischen Folgen für den Arbeitsmarkt. Weiters hätten Landeslehrer entlassen werden müssen, Schulsanierungen wären gestoppt worden. Es wären tausende Arbeitsplätze in der regionalen Bauwirtschaft, in der regionalen Zulieferern wären hart getroffen werden. Es wäre zur Schließung von Krankenanstalten gekommen, mobile Pflege und Betreuungsdienstleistungen hätten gestrichen werden müssen", betonte Kucher.

Die Haftungen über den Hypohaftungsverbund hätten selbstverständlich auch die anderen Bundesländer in Mitleidenschaft gezogen. Es wäre zu einer Vernichtung der letzten Hypo-Vermögenswerte gekommen und Spekulanten und Hedgefonds hätten sich erst dann richtig gefreut", so Kucher. "Die Verantwortung für die gesamte Hypo-Misere trägt die FPÖ und das weiß Strache auch ganz genau", so Kucher abschließend. (Schluss) mo/sl/mp

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