Wurm zu Equal Pay Day: "Noch viele Anstrengungen nötig, um Einkommensschere zu schließen"

SPÖ-Frauensprecherin für Papa-Monat und Frauenquote in privaten Unternehmen

Wien (OTS/SK) - Frauen verdienen auch im 21. Jahrhundert immer noch deutlich weniger als Männer. "Wir müssen alles daran setzen, um diesen Missstand endlich zu beheben. Dazu sind noch viele Anstrengungen nötig", machte SPÖ-Frauensprecherin Gisela Wurm am Vortag des Equal Pay Day deutlich. Um die Gehaltsschere zwischen Männern und Frauen zu schließen, seien Maßnahmen auf verschiedenen Ebenen notwendig, betonte Wurm. "Angefangen vom Ausbau der Kinderbetreuung über mehr Frauenförderung bis hin zu Frauenquoten in der Privatwirtschaft", unterstrich Wurm am Dienstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

"Frauen die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu ermöglichen, ist eine der wichtigsten Voraussetzungen, um für mehr Lohngerechtigkeit zu sorgen", so Wurm. Die Bundesregierung setze hier mit dem Ausbau von Ganztagsbetreuungsangeboten den richtigen Schritt. Mit der Einführung des einkommensabhängigen Elterngeldes sei es gelungen, die Väterbeteiligung bei der Kinderbetreuung zu erhöhen. "Die Einführung eines Papa-Monats in der Privatwirtschaft wäre hier der nächste Schritt", betonte die SPÖ-Frauensprecherin. "Kinderbetreuung ist keine Frauenangelegenheit, sondern Elternsache", stellte Wurm klar.

Wesentlich sei auch das Bekenntnis der Bundesregierung zur Frauenförderung. "Die Hälfte der Mittel des Arbeitsmarktservice kommt Frauen zugute. Es gibt eine Reihe an Maßnahmen, die sich speziell an Frauen richtet, um ihnen etwa Weiterbildungen zu ermöglichen oder den Wiedereinstieg in den Beruf zu erleichtern", betonte Wurm. Auch die geplante Informationspflicht für Teilzeitkräfte, nach der freie Arbeitsplätze mit einer höheren Stundenzahl zuerst den bereits im Betrieb arbeitenden Teilzeitkräften angeboten werden müssen, wird Frauen zugutekommen, ist Wurm überzeugt. "Damit lässt sich der hohe Anteil an Frauen, die unfreiwillig Teilzeit arbeiten, reduzieren", so Wurm.

"Es ist viel passiert in den letzten Jahren, um die Einkommensschere kleiner zu kriegen. Dazu zählen auch die verpflichtenden Einkommensberichte und die vorgeschriebenen Gehaltsangaben in Stelleninseraten", erklärte Wurm. "Es wurden aber noch nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft. Eine Quote für Frauen in Aufsichtsräten privater Unternehmen wäre ein wirksames Instrument, um Frauen mehr Chancen in der Berufswelt einzuräumen", stellte Wurm klar. (Schluss) sc/mo

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