Blecha: Staatliches Pensionssystem ist sicher, krisenfest und konkurrenzlos!

Private Pensionssysteme keine Alternative weil unattraktiv - PVÖ fordert grundlegende Reform der privaten Pensionsvorsorge

Wien (OTS/PVOE) - "Österreichs gesetzliches, umlagefinanziertes Pensionssystem ist sicher, krisenfest und konkurrenzlos. Die private Pensionsvorsorge ist keine Alternative, weil die Produkte unattraktiv sind: zu teuer, intransparent und de facto ertraglos!", betont Karl Blecha, Präsident des Pensionistenverbandes Österreichs (PVÖ) in einer Reaktion auf die heutigen Aussagen von Vertretern der Allianz-Versicherung - einem Anbieter von u.a. Produkten der privaten Altersvorsorge. Blecha: "Zahlreiche unabhängige Studien in Österreich und auch europaweit haben bewiesen, dass die private Altersvorsorge als kostenintensiv, riskant und wenig transparent eingestuft wird. Der Pensionistenverband fordert daher eine radikale Reform der privaten Altersvorsorge", betont der PVÖ-Präsident. ****

"Erst wenn die privaten Altersvorsorgeprodukte volle Transparenz über Kosten und Rendite bieten, eine Mindestverzinsung garantiert wird und es faire Möglichkeiten des Ausstiegs gibt, können sie als mögliche 'Ergänzung' zur staatlichen Pension gesehen werden", so Blecha, der klarstellt, dass "es keine sicherere Form der Altersvorsorge gibt, als das Umlagesystem - fundiert durch hohe Beschäftigung, Wirtschaftswachstum, Innovation und Bildung."

Blecha weiter: "Dass die staatlichen Pensionen gesichert sind und sich auch die heute Jungen noch auf eine sichere Pensionen verlassen können, wird das mit 1. Jänner 2014 eingeführte Pensionsskonto bringen. Über das Pensionskonto kann dann die aktuell zu erwartende Pensionshöhe eingesehen werden. Das Pensionskonto bietet - ganz im Gegensatz zu Produkten der privaten Altersvorsorge - volle Transparenz und maximale Sicherheit. Das von den Privatversicherern erfundene Märchen, dass die Jungen keine Pension mehr bekommen, wird durch das Pensionskonto endgültig widerlegt."

Brauchen Jobs für Ältere, keine Antrittsalters-Anhebung

"Was wir brauchen sind mehr Jobs für ältere Menschen, wir müssen mit allen Mitteln die aktuell hohe Arbeitslosigkeit bei den Über-50-Jährigen bekämpfen. Eine Anhebung des gesetzlichen Pensionsalters würde nur zu einem Anstieg der Arbeitslosigkeit führen. Vielmehr muss es das Ziel sein, die Menschen vor allem gesund im Erwerbsleben zu halten", so Blecha: "Also her mit den Jobs für die Generation 50 plus, her mit altersgerechten Arbeitsplätzen, her mit mehr betrieblicher Gesundheitsvorsorge und her mit dem Bonus-Malus-System für Betriebe", fordert der PVÖ-Präsident der darauf hinweist, dass jemand, dem längeres Arbeiten möglich ist, das ja auch tun kann. Und dafür gibt es dann sogar eine höhere Pension.

Blecha abschließend: "Es muss einmal Schluss sein mit den Mythen und den durchsichtigen Verunsicherungskampagnen der Privatversicherer auf Kosten der sozialen Sicherheit und des gesellschaftlichen Zusammenhalts." (Schluss)

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GS Andreas Wohlmuth, Pensionistenverband
Österreichs, Telefon: 0664-48 36 138

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