Brunner zu Equal Pay Day: Mehr Einkommenstransparenz und Quoten in der Privatwirtschaft

SPÖ-Frauen gehen konsequent in Richtung Lohngerechtigkeit

Wien (OTS/SK) - "Frauen haben in der Bildung enorm aufgeholt und in vielen Bereichen die Männer überholt. Es ist höchste Zeit, dass sich dies auch beim Gehalt bemerkbar macht", sagte heute SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin Andrea Brunner angesichts des morgigen Equal Pay Days gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Als wichtigste Maßnahmen, um die Lohnschere zu schließen, nannte Brunner die Weiterentwicklung der Einkommensberichte, Quoten in der Privatwirtschaft und den Ausbau der Kinderbetreuung und Ganztagesschulen. Die SPÖ-Frauen sprechen sich auch für einen sozialpartnerschaftlich vereinbarten Mindestlohn von 1.500 Euro für alle Branchen aus. "So viel muss Arbeit in einem Ganztagesjob wert sein", so Brunner. ****

"Mit den verpflichtenden Einkommensberichten, den Gehaltsangaben in Stelleninseraten und dem Gehaltsrechner hat Frauenministerin Gabi Heinisch-Hosek die Tür zu mehr Lohngerechtigkeit geöffnet. Jetzt heißt es, dranbleiben und die Verbesserungen einzumahnen. Die Einkommensberichte sind keine Good-will-Aktion der Unternehmen, sondern gesetzliche Verpflichtung." Seit 2014 müssen alle Unternehmen mit mehr als 150 MitarbeiterInnen Einkommensberichte legen. Das betrifft rund 2.800 Betriebe und 41 Prozent der österreichischen ArbeitnehmerInnen. "Wenn die Einkommensunterschiede schwarz auf weiß auf dem Papier liegen, müssen Betriebsrat und Geschäftsführung aktiv werden", so Brunner. Die SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin sprach sich auch für eine Berichtspflicht für kleinere Betriebe aus.

"Wir wollen, dass Frauen ohne Hindernisse Karriere machen können. Dazu brauchen wir auch Quoten, um starre Männernetzwerke zu durchbrechen. Die Fortschritte in den staatsnahen Unternehmen geben uns hier Recht. Mit 36 Prozent Frauenanteil im Aufsichtsrat, die der Bund entsendet, sind die staatsnahen Unternehmen Vorbild für die Privatwirtschaft", sagte Brunner. Voraussetzung dafür, dass Frauen und Männer ihren Beruf gut ausüben können, ist der Ausbau der Kinderbetreuung und Ganztagsschulen. Hier ist es Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek gelungen, enorm aufs Tempo zu drücken. 350 Millionen werden in den nächsten Jahren in die Kinderbetreuung investiert, 400 Millionen zusätzlich in die Ganztagsschulen. Wir gehen konsequent unseren Weg in Richtung Lohngerechtigkeit", so Brunner abschließend. (Schluss) sc/mp

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