Heinisch-Hosek: Equal Pay Day zeigt, Einkommensschere geht zurück

Konsequenten Weg der letzten Jahre weitergehen

Wien (OTS) - "Frauen müssen statistisch gesehen bis morgen arbeiten, damit sie so viel verdient haben, wie die Männer mit Ende 2013", so Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek anlässlich des morgigen Equal Pay Days. Im Vergleich zum Vorjahr sei das eine leichte Verbesserung: 2013 mussten Frauen 66 Tage länger arbeiten, um das gleiche zu verdienen wie Männer, 2014 sind es 55 Tage. "Obwohl Frauen so gut ausgebildet sind wie nie zuvor, verdienen sie 21,26 Prozent weniger als Männer, das muss sich ändern", betont die Frauenministerin.

Der Gender Pay Gap hat unterschiedliche Ursachen, hier müsse an vielen Schrauben gedreht werden. Mit den Einkommensberichten, den Gehaltsangaben in Stelleninseraten und dem Gehaltsrechner seien wichtige Maßnahmen auf den Weg gebracht worden. "Jetzt braucht es weitere Kraftanstrengungen", so Heinisch-Hosek. "Deswegen werden wir auch gemeinsam mit den Sozialpartnern prüfen, wie unsere guten Instrumente zu mehr Einkommensgerechtigkeit wirken und wo man nachschärfen muss."

Noch immer gehen nicht einmal 5% der Männer in Karenz, auch ist die Teilzeitquote bei Frauen sehr hoch, unterstrich die Ministerin. Beides seien weitere Gründe für den Gender Pay Gap. Damit Frauen Familie und Beruf besser vereinbaren können, werde in den nächsten Jahren 350 Millionen Euro in den Ausbau der Kinderbetreuung investiert. "Außerdem soll das Erfolgsmodell Papamonat im öffentlichen Dienst auch auf die Privatwirtschaft ausgeweitet werden. Und für Teilzeitkräfte soll es ein Informationsrecht für Vollzeitarbeitsangebote geben, das haben wir im Regierungsprogramm vereinbart", so Heinisch-Hosek.

"Damit wir nicht mehr zu den Schlusslichtern Europas gehören was Frauen in Chefetagen betrifft, setze ich mich für eine Quotenregelung für die Privatwirtschaft ein. Die Selbstverpflichtung bei staatsnahen Betrieben zeigt, dass Quotenregelungen wirken", so Heinisch-Hosek. "Solche Maßnahmen will ich auch für die Privatwirtschaft erreichen", so die Frauenministerin. Konkret würde die Selbstverpflichtung, die sich der Bund bis 2018 mit einem Zielwert von 35% Frauenanteil in den Aufsichtsräten gesteckt hat, Wirkung zeigen und für eine positive Entwicklung verantwortlich sein.

"Als Frauenministerin werde ich den Weg der letzten Jahre konsequent weitergehen, damit Frauen ein selbstbestimmtes Leben, frei von Benachteiligung und Diskriminierung führen können", so Heinisch-Hosek abschließend.

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