Frühling in Wien: Start der Krötenwanderungen

Amphibien kehren in Laichgewässer zurück - Stadt Wien schützt sie durch spezielle Tunnelsysteme

Wien (OTS) - Mit den Frühlingstemperaturen beginnen auch die Kröten in der Millionenstadt wieder zu wandern - nämlich zurück zu ihren Laichplätzen in Wiens Tümpeln und Gewässern. Bei einer Temperatur von etwa 10 Grad erwachen jedes Jahr tausende Amphibien aus der Winterruhe und wandern von Mitte März bis teilweise in den April hinein bis zu ca. zwei Kilometer zu den vertrauten Gewässern zurück. Da manche Strecken über stark befahrene Straßen führen, koordiniert die Wiener Umweltschutzabteilung - MA 22 Aktionen, um die Kröten bei ihrer teilweise gefährlichen Wanderung zu unterstützen. Ergänzend wurden auch etliche Tunnelanlagen errichtet und finanziert, um den Amphibien eine sichere Unterquerung der Straßen zu ermöglichen. Erst letztes Jahr wurde eine neue Anlage entlang der Amundsenstraße im Wienerwald eröffnet.

Amphibienschutzanlagen in Wien um Schutz von Kröten & co

Leitsysteme und Tunnel für gefährdete Amphibien gibt es vor allem entlang großer Straßen und in der Nähe stark frequentierter Amphibien-Wanderstrecken. Diese befinden sich beispielsweise am Bisamberg im Bereich der Senderstraße, im Prater im Bereich der Aspernallee und die größte Amphibienschutzanlage, die in mehreren Bauabschnitten realisiert wurde, existiert derzeit am Exelberg. Jedes Jahr werden hier tausende von wandernden Kröten, Fröschen und Salamandern gezählt. Das Projekt wurde von der Stadt Wien mit Unterstützung des Vereins "Amphibienschutz Wienerwald" umgesetzt.

Erst im letzten Frühjahr wurde entlang der Amundsenstraße im Schottenwald eine neue Tunnelanlage eröffnet, welche gefährdete Arten wie die Erdkröte und die Kammmolche schützen soll. Die Leiteinrichtungen und Tunnel müssen auch gewartet und von zu starkem Pflanzenaufwuchs oder Laubeintrag freigehalten werden. Die Wartung der Anlagen erfolgt durch MitarbeiterInnen der Stadt Wien (MA 42, MA 49, MA 22) und engagierte Privatpersonen.

Besondere Vorsicht von AutofahrerInnen ist gefragt

Von AutofahrerInnen ist entlang der am meisten frequentierten Straßen auch dementsprechende Vorsicht gefragt, wobei die LenkerInnen mittels grünumrandeten Verkehrsschildern auf die Querung der Kröten aufmerksam gemacht werden. Einige Strecken werden von freiwilligen HelferInnen des Amphibienschutzes auch "händisch" betreut, da vielerorts keine Untertunnelung möglich ist. Dabei werden die Kröten mit Zäunen von der Straße fern gehalten und mittels der "Kübelmethode" von den Freiwilligen über die Straße getragen.

Die meist frequentierten Amphibien-Wanderstrecken in Wien:

o 2. Bezirk: Prater (Aspernallee)
o 14. Bezirk: Rosentalgasse, Amundsenstraße, Mauerbachstraße
o 17. Bezirk: Exelbergstraße (Bereich Schwarzenbergpark)
o 21. Bezirk: Senderstraße (Bisamberg)

Neuer Leitfaden zu Amphibien in Wien

Ein neuer Leitfaden der Wiener Umweltschutzabteilung - MA 22 informiert ausführlich über das Leben der Amphibien, ihre Wanderung zur Frühlingszeit und ihre Wanderstrecken sowie über den so wichtigen Amphibienschutz. Vor allem enthält die neue Broschüre auch wertvolle Tipps, wie der Bürger/die Bürgerin selbst zum Erhalt und Schutz der gefährdeten Lebewesen beitragen kann. Ergänzt wird der Folder durch ein ausführliches Porträt der Wechselkröte.

Die neue Informationsbroschüre zum Thema Amphibien ist kostenlos beim Foldertelefon der MA 22 unter 4000-73420 oder beim Bestellservice der Stadt unter www.umweltschutz.wien.at erhältlich.

rk-Fotoservice: www.wien.gv.at/pressebilder

Rückfragen & Kontakt:

Christine Willerstorfer
Wiener Umweltschutzabteilung (MA 22)
Telefon: 01 4000-73422
E-Mail: christine.willerstorfer@wien.gv.at
www.umweltschutz.wien.at

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