Reisecker: Wettbewerbsfähigkeit der EU-Landwirtschaft verbessern

GAP-Konferenz betont positive Rolle des Agrarsektors in der Wirtschaftskrise

Sevilla/Wien (OTS) - Die Landwirtschaft trägt maßgeblich dazu bei, dass die EU die Wirtschaftskrise übersteht - so lautete der Grundtenor der Referate bei einer hochrangigen europäischen Konferenz zur zukünftigen Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP), die am Wochenende in Sevilla, Spanien, stattfand. Die Sicherung und der Ausbau der Wettbewerbsfähigkeit der EU-Landwirtschaft standen dabei im Vordergrund. In der Diskussion wurde davor gewarnt, dass die neue GAP komplizierter sei und in Zukunft noch mehr Bürokratie und weniger Unterstützung mit sich bringen werde. Insbesondere die kostenintensiven Greening-Maßnahmen würden die landwirtschaftliche Produktion gefährden, so die Experten. Dies sei gerade mit Blick auf die erwartete Zunahme der Nachfrage nach Lebensmitteln um 60% bis zum Jahr 2050 äußerst besorgniserregend. In diesem Zusammenhang wurde bei der Konferenz aufgezeigt, wie Landwirte durch grünes Wachstum und eine effizientere Nutzung der Ressourcen eine tragfähige Zukunft sichern können.

"Das enorme Potenzial der Landwirtschaft muss genutzt werden, die agrarische Forschung ist auszubauen und insgesamt die Stellung der Landwirte in der Lebensmittelkette zu stärken", betonte Franz Reisecker, Vizepräsident der Landwirtschaftskammer Österreich und Präsident der LK Oberösterreich. Reisecker hatte die Alpenrepublik bei der GAP-Konferenz in Sevilla zum Thema "The new CAP: Future for Farmers, Future for Society" vertreten. Insgesamt folgten mehr als 300 Teilnehmer der Einladung des Europäischen Dachverbandes der Landwirtschafts- und Genossenschaftsorganisationen (Copa-Cogeca) und des spanischen Landwirtschaftsverbandes Asaja.

"Zur Umsetzung innovativer Ideen auf Betriebsebene sind Investitions- und Modernisierungsmaßnahmen notwendig. Die Stellung der Landwirte in der Lebensmittelkette zu stärken, ist eine Grundvoraussetzung, um ein höheres Einkommen über den Markt erwirtschaften zu können, denn derzeit fließt nur ein Bruchteil des Produktpreises an die Bauern zurück. Die agrarischen Genossenschaften haben hier eine besondere Bedeutung. Um die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe zu stärken, gilt es nun, alle Möglichkeiten der Gemeinsamen Agrarpolitik zu nutzen. Darüber hinaus müssen die Landwirte selbst künftig noch stärker unternehmerisch handeln, ihre Positionierung auf dem Markt verbessern und auch immer wieder der Gesellschaft und den Konsumenten die Bedeutung ihrer Arbeit, vor allem bei der Ernährungssicherung, bei den Umweltdienstleistungen sowie beim Erhalt lebendiger ländlicher Gebiete, aufzeigen", betonte Reisecker. (Schluss)

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