FP-Lasar: Dringend Turnusärzte-Mangel in Wien entgegenwirken

FPÖ fordert bessere Bezahlung und Ausbildung

Wien (OTS/fpd) - Bei den Verantwortlichen insbesondere im KAV und bei SPÖ-Stadträtin Wehsely hätten im Hinblick auf den herrschenden Turnusärzte-Mangel schon längst die Alarmglocken läuten müssen. "Immerhin musste man bisher Wartezeiten von drei Jahren und mehr für einen Ausbildungsplatz in Kauf nehmen. Das war früher üblich. Heute bekommt man sofort eine Stelle", kritisiert Wiens FPÖ-Stadtrat David Lasar, dass hier einmal mehr viel zu lasch reagiert werde. Nicht zuletzt sei auch schon lange bekannt, dass in Bälde wieder ein großer Schwung Ärzte pensioniert werde. Trotzdem wurde bis heute nicht gegengesteuert. "Nach wie vor wird zugesehen, wie junge Ärzte ins Ausland flüchten oder versuchen bei Pharmafirmen unterzukommen, anstatt in den Wiener Spitälern ihren Turnus zu absolvieren", sagt Lasar.

Man könne es ihnen aber nicht verübeln. Ihr Verhalten sei wenig verwunderlich, angesichts der Tatsache, dass Nachwuchsärzte hauptsächlich für Schreibarbeiten herangezogen werden, anstatt das bisher Erlernte am Patienten anwenden zu können. Schließlich hinke Wien auch bei der Bezahlung nicht unwesentlich hinterher. Im Bundesländervergleich bezahle Vorarlberg jährlich immerhin um knapp 20.000 Euro brutto mehr. Dort suche man im Übrigen sogar mittels "Wanted"- Plakaten verbissen nach Turnusärzten, während Wien weiterhin die Füße stillhalte. "Was sich ändern muss, liegt also auf der Hand", fordert Lasar dringend nachhaltige Verbesserungen in Bezug auf Ausbildung und Bezahlung. Dann blieben die jungen Ärzte mit Sicherheit gerne in der Bundeshauptstadt. (Schluss) hn

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