Androsch: BGF setzt sich Evaluierung mentaler Belastungen als Schwerpunkt

Betriebliche Gesundheitsförderung NÖ feiert 10-Jahr-Jubiläum

St. Pölten, (OTS/SPI) - Ihr zehnjähriges Gründungsjubiläum feiert im kommenden Herbst die "Betriebliche Gesundheitsförderung und Prävention, Plattform NÖ". Aus diesem Anlass wird eine Enquete im NÖ Landhaus stattfinden, die sich ganz dem diesjährigen Themenschwerpunkt in der betrieblichen Gesundheitsförderung "Evaluierung psychischer Belastungen" widmen wird. "Psychische Strapazen sind neben den Belastungen des Muskel-Skelett-Apparates eine häufige Ursache für arbeitsbedingte Beschwerden und Erkrankungen. Sie verursachen viel menschliches Leid, aber auch enorme betriebswirtschaftliche und volkswirtschaftliche Kosten", erklärt der Vorsitzende der Plattform, NÖ Gesundheits- und Soziallandesrat Ing. Maurice Androsch.

In den letzten zwei Jahrzehnten hat sich die Zahl der Krankenstandstage infolge psychischer Erkrankungen fast verdreifacht. Durchschnittlich sind Betroffene dann 31,4 Tage nicht in der Arbeit. Darüber hinaus sind psychische Erkrankungen bei Männern die zweithäufigste und bei Frauen die häufigste Ursache von Invaliditätspensionen. Etwa 1,2 Prozent des BIPs bzw. fast vier Milliarden Euro machen insgesamt die gesamtwirtschaftlichen Kosten für dieses Krankheitsbild aus. "Die vielfältigen berufsbedingten Belastungen können verringert werden, wenn beispielsweise Arbeitsabläufe, Arbeitsanforderungen, Arbeitsorganisation, soziale Beziehungen sowie die Arbeitsumgebung verbessert und optimiert werden. Eine gesundheitsgerechte Gestaltung der Arbeitsbedingungen unterstützt die Gesundheit und Motivation der MitarbeiterInnen und verbessert die Qualitätsstandards der Unternehmen", so Androsch.

Ein weiteres Thema auf der Tagung wird die altersgerechte Arbeitswelt sein. Wie ein roter Faden solle sich diese wichtige Zukunftsaufgabe in den nächsten Jahren bis 2018 durch das Programm der Plattform ziehen. Aber auch das ständige Wissen über die Unsicherheit des eigenen Arbeitsplatzes bringe aktuell gesundheitliche Einschränkungen gegen die verstärkt gegengesteuert werden müsse, so Androsch: "Wenn der Arbeitsplatz nicht mehr sicher ist, belastet das Geist und Körper. Besonders bei fortgesetzten Kündigungen sinken das Vertrauen und die Bindung der verbliebenen MitarbeiterInnen an das Unternehmen. Motivationsverlust und die 'innere Kündigung' können die Folge sein. Umso wichtiger ist es, auf das Wissen der Beschäftigten bei Umstrukturierungen zurückzugreifen, sie über laufende Entwicklungen gesichert zu informieren sowie Weiterbildungsmaßnahmen nicht dem Sparstift zum Opfer fallen zu lassen."

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