AK zu Inflation: Wohnen muss billiger werden

Mietpreissteigerung doppelt so hoch wie Inflation

Wien (OTS) - "Die Wohnkosten belasten die Menschen schon seit geraumer Zeit. Und auch die jüngsten Daten zeigen: die Mieten steigen stärker als die Inflation, nämlich genau doppelt so stark", sagt AK Präsident Rudi Kaske. "Seit 2013 gibt es eine Arbeitsgruppe zum Thema günstigeres Wohnen im Justizressort. Doch da herrscht bisher Stillstand. Wir brauchen eine Mietpreisbremse", so der AK Präsident. Ab April werden überdies mit den neuen Richtwerten und Lagezuschlägen die Mieten neuerlich steigen. Kaske verlangt daher die Abschaffung der Lagezuschläge.

Über ein Viertel der Gesamtinflation entfallen auf die Ausgabengruppe Wohnen, Wasser und Energie. Besonders betroffen sind ArbeitnehmerInnen mit kleinen und mittleren Einkommen. "Dass die Menschen durch die Wohnkosten stark belastet sind, wissen wir nicht erst seit gestern. Jetzt ist es Zeit rasch zu handeln", so Kaske. "Es müsste nur ein Satz ins Gesetz geschrieben werden, wonach die Höhe des Hauptmietzinses nicht mehr ergeben darf als den Richtwert plus 20 Prozent. Das würde für alle Neuverträge von Altbauwohnungen gelten und würde Wohnungssuchende, vor allem junge Menschen, sofort spürbar entlasten."

Die AK fordert ein Sechs-Punkte-Programm für billigeres Wohnen:
1. Mieten senken
2. Wohnbauförderung und Rückflüsse rasch zweckwidmen und an die Teuerung anpassen
3. Weg mit den Befristungen
4. Niedrigere Betriebskosten durch Streichen der Grundsteuer und der Versicherungskosten aus dem Betriebskostenkatalog
5. Maklerprovision für Mieter streichen, diese sollen die Vermieter zahlen
6. Klare gesetzliche Regeln für die Erhaltungspflichten der Vermieter.

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