Kinderfreunde: Vielfalt statt Einfalt

Umfassendes Paket für gesellschaftliche Vielfalt gefordert

Alkoven (OTS) - Im Rahmen einer Veranstaltung am Samstag stellten die Österreichischen Kinderfreunde ein gesellschaftspolitisches Forderungspaket für positiveren Umgang mit Vielfalt vor. "Auch wenn sich einige wünschen, dass alle Menschen gleich wären - wir sind davon überzeugt, dass jeder Mensch unterschiedliche Stärken, Schwächen und Hintergründe hat und diese Unterschiedlichkeit eine große Chance für unsere Gesellschaft darstellt", erklärte Jürgen Czernohorszky, Bundesgeschäftsführer der Österreichischen Kinderfreunde, in seinem Eröffnungsstatement. Ins gleiche Horn stieß Bernd Dobesberger, Landesvorsitzender der Kinderfreunde Oberösterreich: "Bei Kindern sieht man besonders gut, wie sie in Gruppen von ihrer Unterschiedlichkeit profitieren können und von einander lernen. In der Erwachsenenwelt werden jedoch immer die Schwierigkeiten von unterschiedlichen Kulturen, Sprachen oder Religionen in den Vordergrund gestellt."

Neben einem gesellschaftlichen Bewusstsein müssten jedoch auch gesetzliche Rahmenbedingungen für eine vielfältige Gesellschaft umgesetzt werden. Czernohorszky präsentierte hierzu die drei zentralen Forderungen der Kinderfreunde. Erstens müssten endlich die Kinderrechte für alle Kinder in Österreich umgesetzt werden: "Großen Handlungsbedarf gibt es bei Flüchtlingskindern, die teilweise keine Kindergartenplätze oder Lehrstellen bekommen", so Czernohorszky. Zweitens brauche es EINE Schule für alle Kinder, ohne Trennung in Hauptschule und Gymnasium und inklusive Klassen auch für Kinder mit Behinderungen in allen Schulen. Zu guter Letzt fordern die Kinderfreunde absolute Gleichstellung von allen Familienformen: "Egal ob Patchwork, Regenbogenfamilien, oder Alleinerzieher/innen: Familie ist dort, wo partnerschaftlich mit Kindern gelebt wird", erklärte auch Dobesberger.

Die Forderungen wurden im Rahmen des "Forum Vielfalt" in Alkoven aufgestellt. Bei dieser ersten von sechs Werteveranstaltungen kamen über 150 ehrenamtliche Mitarbeiter/innen der Kinderfreunde aus der Region zusammen, um gemeinsam über kleine Schritte zur Verbesserung der Welt in ihrem direkten Lebensumfeld zu diskutieren. Im Mittelpunkt stand dabei die große "Verändern wir die Welt"-Ausstellung, eine eigens angefertigte Wanderausstellung von weltverändernden Projekten. Die Bandbreite der Projekte reichte dabei von urbaner Raumgestaltung in Hamburg über Lebensmittelverwertung in Linz bis hin zu Tanzprojekten in Israel. "Für uns ist es nicht genug, nur unzufrieden mit der Situation zu sein - wir wollen etwas ändern. Und mit vielen kleinen Ideen in unserem direkten Umfeld können wir die Welt zwar nicht von heute auf morgen reparieren, aber zumindest ein kleines Stückchen besser machen", so Czernohorszky abschließend.

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