Fekter zum Burgtheater: Zwischen künstlerischem Erfolg und Finanzgebarung klafft eine tiefe Lücke

ÖVP-Kultursprecherin im Kulturausschuss

Wien (OTS/ÖVP-PK) - "Erstaunlich und bedauerlich" ist es für ÖVP-Kultursprecherin Abg. Dr. Maria Fekter, dass der künstlerische Erfolg des Burgtheaters unter der Direktion von Matthias Hartmann nicht mit einer positiven Finanzgebarung einherging. "Bei allem künstlerischen Talent ist ein gewisses wirtschaftliches Verständnis gerade auch im Kultur-Management sehr von Vorteil", sagte Fekter heute, Donnerstag, am Rande der Sitzung des Kulturausschusses im Parlament.

Die heutige Ausschusssitzung, bei der nicht nur Kulturminister Ostermayer, sondern auch die Auskunftspersonen Mag. Harald Podoschek, Dr. Thomas Königstorfer und Dr. Georg Springer zu den Fragen der Abgeordneten Stellung nahmen, habe gezeigt, wie desaströs im Burgtheater gewirtschaftet wurde, wie sehr Rechnungswesen und Kontrollsystem nicht funktioniert hatten und wie sehr Geschäftsführung und Sorgfaltspflicht versagt haben, führte Fekter aus.

"Ein künstlerischer Direktor ist nicht nur der Kunst verpflichtet. Er hat auch eine Gesamtverantwortung für den Betrieb wahrzunehmen, und diese erstreckt sich auch auf die Finanzgebarung", sagte Fekter in Richtung Hartmann. "Jede Spielstätte in der Provinz weiß, wie man finanziert, bilanziert und was steuerrechtlich zu tun ist. Nur die Burg nicht. Das kommt den Steuerzahlern teuer zu stehen."

Nun gelte es, ruhig und konsequent an die Auf- und Abarbeitung der großen Probleme zu gehen, fuhr Fekter fort. "Das Burgtheater braucht eine gute - wenn auch vorerst interimistische - neue Führung, eine konsequente Spar- und Gagenpolitik und vor allem ein Augenmaß in der Handhabung von Steuermitteln für Gagen, Neuinszenierungen, Produktionskosten und Technik." Außerdem sei in Zukunft darauf zu achten, dass Holding und Aufsichtsrat die Kontrollaufgaben wahrnehmen, Malversationen rechtzeitig erkennen und einer Budgetüberschreitung Einhalt gebieten. "Gespannt" ist Fekter auf die Zahlungsbilanz für 2013 - "ich hoffe, dass es da keine bösen Überraschungen mehr gibt".
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