IMP präsentiert Wachstumsstudie im management club

Wien (OTS) - Wie funktioniert Wachstum und welche Logiken stecken dahinter? IMP (Innovative Management Partner) untersuchte in Kooperation mit der Industriellenvereinigung und dem management club die Wachstumsraten von Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die Studie über Wachstumserfolge, -bremsen und -dynamiken wurde am 11. März 2014 präsentiert.

"Wachstum wird weitgehend außerhalb Europas stattfinden und die Bedeutung, die Europa in diesem weltweiten Wirtschaftssystem hat, wird massiv zurückgehen", so Alexander Kausl, Mitverfasser der Studie. 2011 hat Europa 17 Prozent des globalen BIP gestellt, im Jahr 2060 werden es nur mehr 9 Prozent sein - Unterschiedliche globale Rahmenbedingungen reduzieren die Wettbewerbsfähigkeit Europas. Kausl sieht für Europa die einzige Chance in der Innovation. Doch auch die Innovationskraft Europas und der Industrie gerät zusehends unter Druck: "Wenn man die neu entstehenden Märkte betrachtet, reicht es nicht zu sagen, dass wir innovativ sind", so Kausl. Müssen Unternehmen die Qualität laufend verbessern und gleichzeitig den Preis senken, bringt sie das in eine Abwärtsspirale, aus der man mit Produktivitäts- und Effizienzsteigerungen allein nicht mehr rauskommt.

Die Studie untersuchte, was erfolgreiche Unternehmen anders machen und welche Faktoren zu Wachstumsbremsen werden. In Österreich stagnieren bzw. schrumpfen bereits 23 Prozent der Unternehmen, 50 Prozent der Unternehmen gaben an, dass sie bis zu fünf Prozent wachsen - Wenn also Wachstum stattfindet, dann nicht mehr im großen Ausmaß, das geschieht in den Schwellenländern. Strategisch am bedeutsamsten ist für österreichische Unternehmen nach wie vor Wachstum im Kernmarkt.

Generell setzen Top-Performer signifikant stärker auf den Eintritt in neue Problemlösungsfelder auf Basis von bestehenden Kompetenzen und haben weit größere Innovationsraten als der Durchschnitt. Bei den sogenannten Hidden Champions, den heimlichen Weltmarktführern, tragen neue Produkte (die jünger als fünf Jahre sind) zu 75 bis 80 Prozent zum Gesamtumsatz bei. Über die letzten 20 Jahre hat sich aber auch das Innovationsverhalten verändert: Waren in den 1990er Jahren noch 60 Prozent sogenannte echte Produktinnovationen und 40 Prozent leichte Weiterentwicklungen von bestehenden Punkten, so hat sich heute dieses Verhältnis genau umgekehrt.

Allerdings werden Produkte oft auch "over-engineered" und einfache Lösungen dadurch übersehen. Durch den Druck, sich schneller und besser weiterzuentwickeln als die Konkurrenz, öffnet sich der Markt für andere Teilnehmer, die ein ähnliches Produkt mit geringerer Qualität oder weniger Funktionen, anbietet. Genau das ist aber auch die Chance für kleinere Unternehmen, die sich auf spezielle Kundenanforderungen in einer Nische konzentrieren und in diese frühzeitig investieren.

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