CARE fordert langfristige Hilfe für Syrien

Wien (OTS) - - Das Leid der Menschen akut zu lindern, reicht auf Dauer nicht aus.

  • Zum dritten Jahrestag des Beginns des Konflikts fordert die Hilfsorganisation CARE Österreich ein Umdenken in der Art, wie humanitäre Hilfe für syrische Flüchtlinge geleistet wird.
  • Mindestens 2,5 Millionen Menschen sind aus Syrien geflohen, weitere 9,3 Millionen im Land selbst auf Hilfe angewiesen und Schätzungen gehen von bisher 140.000 Todesopfern aus.

"Nothilfe, wie wir sie gemeinhin kennen, reicht nach drei Jahren nicht mehr aus", erklärt CARE-Österreich Geschäftsführerin Andrea Wagner-Hager. "Die Kosten der Versorgung steigen mit jedem Tag, den der Konflikt andauert. Chronische Krankheiten wie etwa Diabetes oder Asthma können nicht ausreichend behandelt werden und entwickeln sich zu medizinischen Notfällen. Die Mietkosten steigen mit jeder neu ankommenden Flüchtlingsfamilie, zugleich nimmt die Verschuldung der Syrer immer mehr zu."

Die Flüchtlinge in Syriens Nachbarländern müssten zwar weiterhin mit Nahrung, Unterkünften und Medizin versorgt werden, so Wagner-Hager. Aber es sei auch langfristige Hilfe notwendig, die schlichtweg mehr Geld koste: "Wo wir zunächst mit der Verteilung von Bargeld die erste Not lindern konnten, benötigt dieselbe Familie heute regelmäßige und verlässliche Unterstützung, um über die Runden zu kommen." Nach Jahren der Flucht hätten die meisten Familien zudem keine eigenen Rücklagen mehr. CARE appelliert an GeldgeberInnen und die aufnehmenden Gastländer, flexible Hilfen bereitzustellen und ihre Umsetzung zu unterstützen.

CARE versorgt syrische Flüchtlinge in Jordanien, Libanon und in Ägypten und konnte bisher 290.000 Menschen mit Bargeld, Winterhilfen, Wasser- und Sanitäreinrichtungen sowie psychosozialer Betreuung erreichen.

"Alle Kriegsparteien müssen einen humanitären Korridor zum Schutz und zur Versorgung der Zivilgesellschaft ermöglichen. Die Weltgemeinschaft muss sich mit Nachdruck um eine friedliche Lösung bemühen. Es darf keine drei weiteren Jahre Leid mehr geben", so Wagner-Hager abschließend.

CARE warnt, dass die humanitäre Hilfe für die Region dramatisch unterfinanziert ist und bittet deshalb um Spenden: IBAN AT77 6000 0000 0123 6000 BIC OPSKATWW

CARE ist Mitglied bei "Nachbar in Not" und ruft auch in diesem Rahmen zu Spenden auf:

IBAN: AT05 20111 40040044000 BIC: GIBAATWWXXX "Flüchtlingshilfe Syrien", www.nachbarinnot.at
SMS mit dem Kennwort "syrien" und dem gewünschten Spendenbetrag (z.B. syrien 20) an 0664 660 44 66 schicken.

Rückfragen & Kontakt:

Katharina Katzer, CARE Österreich, Tel. 01 / 715 0 715-55, katharina.katzer@care.at

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