AK-Treibstoffpreismonitor: Preisunterschiede bis zu 25 Prozent

Spritpreisrechner verlängert - Vergleiche entlang einer Strecke ermöglichen

Wien (OTS) - Viermal jährlich erhebt die AK die Treibstoffpreise an über 1.500 Tankstellen. Die aktuelle Erhebung zeigt erneut: Am Vormittag tankt man günstiger und die Preisdifferenzen sind auch innerhalb der Bundesländer erheblich. "Vergleichen lohnt sich jedenfalls!", so AK Energieexperte Josef Thoman. Meiden sollte man Autobahntankstellen, denn die Autofahrerinnen und Autofahrer müssen hier mit um 15,2 Prozent (Diesel) bzw. 14,8 Prozent (Eurosuper) höheren Preisen rechnen.

Nach wie vor ist Tanken in Vorarlberg am teuersten. Ein Liter Eurosuperbenzin kostet dort durchschnittlich um 6,8 Cent mehr als in der Steiermark. Bei Diesel beträgt die Differenz sogar mehr als 7 Cent pro Liter. Ebenfalls relativ teuer sind Treibstoffe in Tirol und Kärnten.

Noch ausgeprägter sind die Preiseunterschiede allerdings innerhalb der Bundesländer. So beträgt beispielsweise in Wien die Preisdifferenz zwischen der billigsten und der teuersten Tankstelle bei Diesel 25 Prozent und bei Eurosuper 24 Prozent. Aber auch in anderen Bundesländern zahlt sich das Vergleichen aus, denn die Preisunterschiede reichen von 9 Prozent in Tirol (Eurosuper) bis über 20 Prozent in Niederösterreich und der Steiermark (Diesel).

In diesem Zusammenhang begrüßt die AK auch die Verlängerung des Spritpreisrechners (www.spritpreisrechner.at ) bis Ende 2016: "Der Spritpreisrechner ermöglicht den Autofahrerinnen und Autofahrern die günstigste Tankstelle in ihrer Umgebung zu finden und kurbelt den Wettbewerb zwischen den Tankstellen an", so Thoman. Allerdings sieht die AK auch noch Verbesserungspotential. So wäre es etwa sinnvoll auch die günstigsten Tankstellen entlang einer Strecke auszuweisen. So würden die AutofahrerInnen und Autofahrer auch bei längeren Fahrten vom Spritpreisrechner profitieren.

Jedenfalls meiden sollte man Autobahntankstellen. Diesel und Eurosuper tankt man dort um rund 15 Prozent teurer. Bei einer 50-Liter-Tankfüllung beträgt der "Autobahn-Aufschlag" somit etwas mehr als 10 Euro. Zwischen den Autobahntankstellen unterscheiden sich die Preise zudem kaum, im Gegenteil: Die AK beobachtet nun schon seit Jahren weitgehend einheitliche Preise auf den Autobahnen. "Die Tankstellenbetreiber sind offenbar nicht gewillt, sich mit niedrigeren Preisen Konkurrenz zu machen - es fehlt der nötige Wettbewerb", so Thoman.

Insgesamt sind die die Treibstoffpreise gegenüber dem Vorquartal praktisch unverändert geblieben. Allerdings sind die Preise gegenüber dem Vorjahr bei Eurosuper um 4 Prozent und bei Diesel um 2,2 Prozent zurückgegangen. "Das Preisniveau ist aber nach wie vor sehr hoch. Ein Liter Diesel kostet derzeit im Durchschnitt 1,346 Euro, ein Liter Eurosuper 1,369 Euro", so Thoman.

AK Tipps:
+ Wenn möglich, meiden Sie Autobahntankstellen.
+ Vergleichen Sie die Preise, bevor Sie wegfahren. Im Ausland ist es noch teurer!
+ Die günstigsten Tankstellen können Sie schnell mit dem Spritpreisrechner der E-Control (www.spritpreisrechner.at) finden. SERVICE: Die AK Treibstoffpreis-Analyse unter www.arbeiterkammer.at

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