- 12.03.2014, 15:25:50
- /
- OTS0221 OTW0221
Jank: Absage von Teilnahme an PISA- und TIMSS-Studien ist weitreichende Entscheidung
Folgen für künftige Teilnahmen Österreichs an internationalen Vergleichsstudien diskutieren - Budget-Transparenz für getätigte Ausgaben
Utl.: Folgen für künftige Teilnahmen Österreichs an internationalen
Vergleichsstudien diskutieren - Budget-Transparenz für
getätigte Ausgaben =
Wien (OTS/ÖVP-PK) - Als "weitreichende Entscheidung" bezeichnete
ÖVP-Bildungssprecherin Abg. Brigitte Jank die Ankündigung von
Bildungsministerin Heinisch-Hosek, dass Österreichs Schülerinnen und
Schüler an der nächsten PISA- und TIMSS-Studie nicht teilnehmen
werden. "Es liegt in der Verantwortung der Bildungsministerin, hier
richtig zu entscheiden."
"Natürlich muss man die Frage stellen, wie man mit derartigen Studien
künftig umgeht. Wir sollten auf die Konsequenz einer Absage für die
Zukunft bezugnehmen. Also darauf, dass dadurch Testreihen
unterbrochen werden, eine stimmige Weiterführung ausgeschlossen wird
und die Vergleichbarkeit nicht mehr gegeben ist", sagte Jank.
Österreich wäre das einzige Land innerhalb der OECD, das an den
PISA-Testungen nicht teilnimmt.
Es gehe aber auch um einen finanziellen Aspekt. So müssten etwa nach
Aussagen der Bifie-Geschäftsführer sämtliche Erhebungsmaterialien neu
gedruckt werden, was allein knapp eine Millionen Euro koste. Und auch
für die PISA- und TIMSS-Feldstudien seien bereits Sachmittel von rund
300.000 Euro angefallen. "Es geht also nicht nur um die pädagogischen
Folgen, sondern auch um viel Geld", fasste Jank zusammen.
Gleichzeitig regte die ÖVP-Bildungssprecherin an, ob bei der
Überprüfung der Bildungsstandards nicht nach einer anderen Lösung
gesucht werden könnte und sollte: "Die Testhefte, die die
Schülerinnen und Schüler vor Ort auszufüllen haben, sind ein
wichtiges Instrumentarium der Qualitätssicherung. Wäre es nicht
möglich, die Tests weiter durchzuführen, aber die Auswertung erst zu
einem späteren Zeitpunkt vorzunehmen?"
Derzeit sei es vordringlich zu erheben, was die Absage und
Verschiebung der Tests für die künftige Teilnahme Österreichs an
internationalen Studien wie etwa PISA bedeutet. Auch stelle sich die
Frage nach bereits getätigten Investitionen und eingegangenen
vertraglichen Verpflichtungen. "Ich gehe davon aus, dass es volle
Budget-Transparenz für getätigte Ausgaben geben wird", sagte Jank.
"Bei so weitrechenden Entscheidungen sollte man immer die möglichen
Folgen bedenken", schloss die ÖVP-Bildungssprecherin.
(Schluss)
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | VPK






