Jank: Absage von Teilnahme an PISA- und TIMSS-Studien ist weitreichende Entscheidung

Folgen für künftige Teilnahmen Österreichs an internationalen Vergleichsstudien diskutieren - Budget-Transparenz für getätigte Ausgaben

Wien (OTS/ÖVP-PK) - Als "weitreichende Entscheidung" bezeichnete ÖVP-Bildungssprecherin Abg. Brigitte Jank die Ankündigung von Bildungsministerin Heinisch-Hosek, dass Österreichs Schülerinnen und Schüler an der nächsten PISA- und TIMSS-Studie nicht teilnehmen werden. "Es liegt in der Verantwortung der Bildungsministerin, hier richtig zu entscheiden."

"Natürlich muss man die Frage stellen, wie man mit derartigen Studien künftig umgeht. Wir sollten auf die Konsequenz einer Absage für die Zukunft bezugnehmen. Also darauf, dass dadurch Testreihen unterbrochen werden, eine stimmige Weiterführung ausgeschlossen wird und die Vergleichbarkeit nicht mehr gegeben ist", sagte Jank. Österreich wäre das einzige Land innerhalb der OECD, das an den PISA-Testungen nicht teilnimmt.

Es gehe aber auch um einen finanziellen Aspekt. So müssten etwa nach Aussagen der Bifie-Geschäftsführer sämtliche Erhebungsmaterialien neu gedruckt werden, was allein knapp eine Millionen Euro koste. Und auch für die PISA- und TIMSS-Feldstudien seien bereits Sachmittel von rund 300.000 Euro angefallen. "Es geht also nicht nur um die pädagogischen Folgen, sondern auch um viel Geld", fasste Jank zusammen.

Gleichzeitig regte die ÖVP-Bildungssprecherin an, ob bei der Überprüfung der Bildungsstandards nicht nach einer anderen Lösung gesucht werden könnte und sollte: "Die Testhefte, die die Schülerinnen und Schüler vor Ort auszufüllen haben, sind ein wichtiges Instrumentarium der Qualitätssicherung. Wäre es nicht möglich, die Tests weiter durchzuführen, aber die Auswertung erst zu einem späteren Zeitpunkt vorzunehmen?"

Derzeit sei es vordringlich zu erheben, was die Absage und Verschiebung der Tests für die künftige Teilnahme Österreichs an internationalen Studien wie etwa PISA bedeutet. Auch stelle sich die Frage nach bereits getätigten Investitionen und eingegangenen vertraglichen Verpflichtungen. "Ich gehe davon aus, dass es volle Budget-Transparenz für getätigte Ausgaben geben wird", sagte Jank. "Bei so weitrechenden Entscheidungen sollte man immer die möglichen Folgen bedenken", schloss die ÖVP-Bildungssprecherin.
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