Sozialausschuss - Oberhauser: 350 Millionen Euro für ältere ArbeitnehmerInnen

Wien (OTS/SK) - Im heutigen Sozialausschuss wird ein Arbeitsmarktpaket für ältere ArbeitnehmerInnen beschlossen, mit dem in den nächsten drei Jahren 350 Millionen Euro zur Beschäftigungsförderung für die Generation 50plus bereit gestellt werden. "Diese Maßnahme wird für weitere Entspannung am Arbeitsmarkt für ältere Personen sorgen", ist SPÖ-Sozialsprecherin Sabine Oberhauser überzeugt. 60 Prozent dieses Geldes sollen zur Wiedereingliederung von über 50-Jährigen verwendet werden, 40 Prozent für Sozialökonomische Betriebe, das heißt dem Zweiten Arbeitsmarkt. "Durch die freigemachten Mittel und spezielle Angebote für die Generation 50plus können diese Personen gezielt gefördert werden", so Oberhauser am Rande des Sozialausschusses am Mittwoch. ****

Im Jahr 2013 haben zwar 88.145 über 50-Jährige - und damit um 6.336 Personen mehr als im Vorjahr - mit Hilfe des AMS Beschäftigung gefunden, aber es waren 42.681 über 50-Jährige bereits seit sechs Monaten oder länger in Betreuung des AMS. Der höchste Wert an über 50-Jährigen Arbeitslosen wurde im Dezember 2013 mit 55.845 Personen erreicht. Knapp 50 Prozent dieser Menschen verfüge maximal über einen Pflichtschulabschluss, rund 37 Prozent über mittleres Ausbildungsniveau und ca. 13 Prozent über Matura- oder höhere Ausbildung.

In den Jahren 2014 und 2015 stehen je 100 Millionen Euro zur Verfügung, im Jahr 2016 sind es 150 Millionen Euro. Damit können rund 20.000 über 50-Jährige gefördert werden, über 8.500 Personen werden im Anschluss einen fixen Arbeitsplatz erhalten. "Aus frauenpolitischer Sicht ist es sehr erfreulich, dass mindestens 50 Prozent auch dieser Arbeitsmarktmittel für Frauen verwendet werden, obwohl der Frauenanteil bei den arbeitslosen über 50-Jährigen geringer ist", so Oberhauser.

Als "richtiges Signal, um Wachstumsimpulse zu setzen", bezeichnete Oberhauser die im Arbeitsmarktpaket enthaltene Senkung der Lohnnebenkosten im Bereich der Unfallversicherung und des Insolvenz-Entgeltsicherungsbeitrages um 0,1 Prozent. Das bringe für Unternehmen eine Entlastung in der Höhe von rund 200 Millionen Euro. (Schluss) up/sl/mp

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