Leitl: Aussetzung der PISA-Testentscheidung muss von Bildungsministerin überdacht werden

Verdacht, dass Datenlücke als Vorwand genommen werde, die Kontrolle von Bildungsstandards abzuwürgen, weil Ergebnisse für Österreich nicht erfreulich sind

Wien (OTS/PWK152) - Anlässlich der von Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek angekündigten Aussetzung der PISA-Tests betont Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl, dass "es eine Blamage ist, dass eine Datenlücke zum Anlass herangezogen wird, um bei den PISA-Tests der OECD auszusteigen." Österreich wäre damit der erste Staat, der nach seiner Erstteilnahme an PISA einen Studiendurchgang auslässt. Dahinter stehe offensichtlich auch das Kalkül, die Kontrolle von Bildungsstandards abzuwürgen, da die PISA-Ergebnisse für Österreich - vornehm ausgedrückt - nicht sonderlich erfreulich waren.

Die geplante Aussetzung der Tests bis zum Jahr 2018 - dem Ende der laufenden Legislaturperiode (!) - erlaube die Frage, so Leitl, ob es wirklich vier Jahre brauche, um die aufgetretene Datenlücke zu schließen. Leitl: "Da kommt in mir der Verdacht auf, dass mit einer Unzulänglichkeit - Datenlücke - eine andere Unzulänglichkeit -schlechte PISA-Ergebnisse für Österreich - verdeckt werden soll. Ich fordere daher die Bildungsministerin auf, ihr Vorhaben zu überdenken und mutig in der Sache und für das Ansehen Österreichs zu entscheiden." (BS)

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