Blecha: "Senioren-Rose" und "Senioren-Nessel" zeigen Wirkung - Mehr objektive Berichterstattung über ältere Menschen

Medienpreise zum 5. Mal verliehen - Jury-Sonderpreis für ORF III - Wohlmuth: "Ein Sender, der den Bedürfnissen der älteren Generation entspricht"

Wien (OTS/SK) - "'Rose' und 'Nessel' zahlen sich aus, sie zeigen Wirkung. Die objektive Berichterstattung über die ältere Generation ist mehr geworden, der Griff ins 'Klischee-Kisterl' deutlich weniger", betonte Karl Blecha, Präsident des Österreichischen Seniorenrates und des Pensionistenverbandes Österreichs gestern Abend bei der feierlichen Verleihung der Medienpreise "Senioren-Rose" und "Senioren-Nessel" im Österreichischen Parlament. Diese Preise, die in den Kategorien Journalismus, Werbung und Bild verliehen werden, wurden vom Österreichischen Seniorenrat und dem Österreichischen Journalisten Club vor fünf Jahren ins Leben gerufen um auf besonders positive, erfreuliche aber auch auf besonders negative und klischeehafte Darstellungen von älteren Menschen aufmerksam zu machen. Warum dies notwendig war, erklärte Präsident Blecha: "Wir haben viele Jahre erlebt, in denen die älteren Menschen in den Medien überwiegend als 'graue Gefahr', 'taubenfütternder Kostenfaktor' o.Ä. dargestellt wurden! Da musste etwas getan werden"! ****

"Wer das Älterwerden nur als etwas Düsteres, etwas Negatives darstellt, der lebt in einer falschen Realität", kritisierte der PVÖ-Präsident, der die Medien an ihre Verantwortung erinnert, denn:
"sie bilden Realität nicht nur ab, sondern konstruieren und gestalten sie mit, vermitteln der Gesellschaft ein gewisses 'Bild'". Umso erfreulicher sei es, so Blecha, dass sich dieses mediale Bild von älteren Menschen, vom Älterwerden in den letzten Jahren deutlich zum positiven verändert hat: "Wir haben mit Rose und Nessel Veränderungen herbeiführen können."

Dass die Verleihung dieser, gesellschaftspolitisch so wichtigen Medienpreise, in diesem feierlichen Rahmen stattfinden konnte, war Nationalratspräsidentin Barbara Prammer zu verdanken, der, wie Andreas Wohlmuth, Generalsekretär des Pensionistenverbandes Österreichs es am Beginn seiner Laudatio so treffend formulierte:
"Dafür ein Riesen-Strauß Senioren-Rosen gebührt."

Sonderpreis der Jury für ORF III

Der diesjährige Sonderpreis der Jury - eine "Senioren-Rose" wurde von Generalsekretär Wohlmuth an einen "jungen Fernsehsender", an ORF III verliehen und vom Generaldirektor des ORF, Dr. Alexander Wrabetz entgegengenommen. Warum "es einen Sonderpreis zu verleihen" und warum dieser an den jüngsten Spartensender des ORF ging, erklärte Wohlmuth in seiner Laudatio: Denn im Gegensatz zu vielen anderen Sendern und ihren Programmen mit "schwenkenden Wetterkameras oder madenessenden Larissas" erfüllt ORF III nicht nur seinen Bildungsauftrag, sondern mit seinem "gelungenen Mix aus niveauvoller Kunst und Kultur, Information, Dokumentation, Geschichte, Wissenschaft, Bildung, Service und Regionalität auch die Bedürfnisse der älteren Generation".

Die Senioren-Rose in der Kategorie "Journalismus" 2013 ging an die Tageszeitung "Salzburger Nachrichten" für ihren Bericht "Wir brauchen helle Bilder vom Altwerden". Ein Artikel, der, wie Dr. Elisabeth Pittermann, ehemalige Abgeordnete zum Nationalrat und Gesundheitsexpertin des PVÖ betonte, als Vorbild und Beispiel dienen sollte, denn: "Diese Wertschätzung, diese Achtung vor Älteren, und die damit verbundene Botschaft, dass auch dieses Leben sinnvoll und lebenswert ist, möchte ich immer in Medien und Diskussionen wahrnehmen können." Über weitere "Rosen" durfte sich - in der Kategorie Werbung - das Modehaus "Tlapa" für die Kampagne "Mode ist keine Frage der Generationen" und in der Kategorie Bild das Magazin "Leben&Freude" für ihre Fotoserie "Ich liebe meine Falten" freuen.

Der Energieanbieter "Verbund", hat es mit seinem Werbesujet vom "omaleichten" Wechsel des Stromanbieters leider geschafft sich die "Senioren-Nessel" 2013 in der Kategorie "Werbung" abzuholen. Warum, das erklärte PVÖ-Konsumentenschutzexperte Dr. Harald Glatz in seiner Rede: "'Omaleicht' - so ein Begriff geht heutzutage natürlich überhaupt nicht mehr. Denn die Omas von heute haben 30 Jahre Berufsleben hinter sich, stehen mit beiden Beinen im Leben und können viel, viel mehr!" Die weiteren "Nesseln" brannten für: Die Tageszeitung "Kurier" für die Bebilderung eines Artikels zum längeren Verbleib in der Pension mit dem Bild von zwei älteren Menschen auf dem Weg zum Friedhof und in der Kategorie Journalismus für "Herrn Hermes" für seinen herabwürdigenden Bericht über den "Seniorenball St. Pölten". (Schluss) up/mp

Service: Bilder der Verleihung der fünften "Senioren-Rose" und "Senioren-Nessel" sind online unter
http://www.parlament.gv.at/SERV/FOTO/VER/608860/index.shtml
abrufbar.

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