Bundespräsident: Grundrechte, Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit sind unverrückbar

Heinz Fischer zum Anschluß vor 76 Jahren

Wien (OTS) - Die Tatsache, dass sich der sogenannte Anschluss Österreichs an Hitler-Deutschland vom 12. März 1938 heuer zum 76. Mal jährt und somit kein "rundes" Gedenkdatum vorliegt, ändert nichts an der historischen Bedeutung und Relevanz der Ereignisse vor 76 Jahren, stellte Bundespräsident Dr. Heinz Fischer heute nach einer Kranzniederlegung gemeinsam mit Verteidigungsminister Klug fest.

Das Bedrückende an den Ereignissen im März 1938 war und bleibt, dass der Einmarsch der Soldaten des Deutschen Reiches von jubelnden Menschenmassen begrüßt wurde, während die Angst und das Entsetzen einer schockierten Minderheit zunächst kaum wahrnehmbar war und binnen weniger Tage mit großer Brutalität völlig unterdrückt wurde.

Was wir aus den Ereignissen vor 76 Jahren als Vermächtnis gelernt haben, ist die Tatsache, dass Grundrechte, Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit unverrückbar bleiben müssen und auch dann nicht beiseite geschoben werden dürfen, wenn dies in momentanen Gefühlsaufwallungen, oder unter dem Druck der Straße, oder aus irgendwelchen anderen Gründen verlangt und gefordert wird, sagte der Bundespräsident.

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