Karmasin: "Gestalten wir gemeinsam die österreichische Familienpolitik!"

Familien- und Jugendministerin Sophie Karmasin in der Aussprache mit den Mitgliedern des Familienausschusses des Nationalrates

Wien (OTS) - "Ich reiche Ihnen die Hand zur Zusammenarbeit und möchte mit Ihnen gemeinsam die Familienpolitik in unserem Land gestalten", betonte Familien- und Jugendministerin Dr. Sophie Karmasin heute in ihrer ersten Aussprache im Familienausschuss des Nationalrates. Die parteifreie Ministerin möchte "Brücken über ideologische Gräben" bauen und das "Gemeinsame vor das Trennende" stellen.

Mit der Gründung eines eigenständigen Bundesministeriums für Familien und Jugend unterstreiche die Bundesregierung die Bedeutung dieser beiden Politikfelder und setze ein starkes Zeichen: "Familienpolitik ist das Zukunftsthema für Österreich. Wenn wir es nicht schaffen die Rahmenbedingungen für die Familien in Österreich zu verbessern und mehr Kinder zu bekommen, geht uns die Zukunft abhanden" leitete Karmasin ihre geplanten familienpolitischen Maßnahmen, wie die Erhöhung der Familienbeihilfe und den Ausbau der Kinderbetreuung, ein.

"Moderne Familienpolitik muss sich mit allen Familienkonstellationen auseinandersetzen die es in Österreich gibt. Als Familienministerien fühle ich mich für alle Familien mit Kindern zuständig, sei es die klassische Vater-Mutter-Kind Familie, eine Patchwork- oder Regenbogenfamilie oder Alleinerziehende", so die Familienministerin, die drei Faktoren für bessere Rahmenbedingungen für Familien nennt:
der Faktor Geld, der Faktor Zeit und das Thema Wissen.

Als Schwerpunkte nannte Karmasin unter anderem die Erhöhung der Familienbeihilfe. In den nächsten fünf Jahren werden 830 Millionen Euro in die Erhöhung der Familienbeihilfe investiert. Das Schulstartgeld bleibe erhalten, ebenfalls der Mehrkindzuschlag. Zudem ging die Familienministerin auf den Ausbau der Kinderbetreuung ein. 350 Millionen Euro werden in den kommenden Jahren investiert, das sei eine Vervierfachung des Betrages der letzten fünf Jahre. Derzeit sei Karmasin in Verhandlungen mit den Ländern und Gemeinden um diese Ausbauoffensive rasch umzusetzen. Gerade bei den Plätzen für 0 bis 3jährige möchte die Ministerin ansetzen und bei der Betreuungsquote von derzeit 22% auf 33% kommen.

Als dritten Schwerpunkt ging Karmasin auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ein: "Es geht um die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Nicht die Arbeitnehmer sollen unternehmensfreundlicher werden, sondern die Arbeitswelt familienfreundlicher. Unser Ansatz ist hier das "Audit Familie und Beruf" als Gütezeichen für familienfreundliche Unternehmen. Ich möchte noch eine viel größere Anzahl von Unternehmen davon überzeugen familienfreundliche Massnahmen zu setzen und wir werden sehr rasch alle Ministerien und staatsnahe Unternehmen zum Audit einladen", so Karmasin anschließend.

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