Fernwärmetage 2014: Energiepolitische Trends und Innovationen

Rund 160 Expertinnen und Experten diskutieren am 12. und 13. März 2014 bei den Fernwärmetagen in Linz über die Zukunft der Wärmeversorgung mit Fernwärme in Österreich.

Wien (OTS) - Die inhaltliche Bandbreite der Veranstaltung reicht von aktuellen Entwicklungen der Energiepolitik in Österreich und in der Europäischen Union. Das Themenspektrum reicht etwa von der Energieeffizienz-gesetzgebung, über die Zukunft der Fernwärme und Fernkälte bis hin zur globalen Biomassenutzung.

Wolfgang Dopf, Bereichssprecher Wärme im Fachverband der Gas- und Wärmeversorgungsunternehmungen Österreichs: "Die Unternehmen in unserer Branche sind besonders innovativ. Deshalb ist Wärme in Österreich im Vergleich zu anderen Energieformen auch vergleichsweise günstig. Wir sind bestrebt, den Konsumentinnen und Konsumenten diese Vorteile auch in Zukunft bieten zu können."

Zukunftsaspekte der Energiepolitik

Paul Voss, Geschäftsführer von Euroheat&Power, dem europäischen Dachverband für Fernwärme, wird über Zukunftsaspekte von Fernwärme und Fernkälte im europäischen Kontext berichten.

Ein weiteres zentrales Thema in der Fernwärmebranche wird die aktuelle österreichische Energieeffizienzgesetzgebung sein. Hinsichtlich der Effizienzsteigerung spielt Fernwärme eine entscheidende Rolle. Durch den variablen Energiemix ist Fernwärme nicht nur eine sehr flexible Energieform, sondern auch eine sehr preiswerte und hocheffiziente.

Professor Kurt Matzler von der Universität Innsbruck ist einer der besten Marketingprofessoren im deutschsprachigen Raum. Er wird unter dem Titel "Innovator's Dilemma" darstellen, warum etablierte Unternehmen den Wettbewerb um bahnbrechende Innovationen verlieren.

Spezifische Fernwärme-Themen

Die Themenbereiche Legionellen-Prävention, Konservierung von Kesselanlagen und Rohrleitungssystemen bilden einen eigenen Themenblock.

Auf den Fernwärmetagen werden außerdem technische Neuerungen vorgestellt: Etwa der neueröffnete Hochdruckwärmespeicher im Kraftwerk Wien Simmering, der von Ing. Wolfgang Daschütz präsentiert wird.

Ein neuer Fernwärmeschacht, der den heutigen anspruchsvollen Anforderungen entspricht, wird von Dr. Andreas Oberhammer von der EVN Wärme vorgestellt.

Darüber hinaus bietet die fachbegleitende Industrieausstellung Gelegenheit, neuesten Produkte und Lösungen kennen zu lernen.

Forschung und Entwicklung

Aktuelle Studien über den Beitrag von Fernwärme, Fernkälte und Erdgas zu energie- und umweltpolitischen Zielen werden von Dr. Jürgen Schneider vom Umweltbundesamt präsentiert. Demnach trägt eine Verschiebung von Öl oder Kohle hin zu Gas und Energiebereitstellung aus Fernwärme positiv zur Erreichung der europäischen Klima- und Umweltziele bei. Die Folgen sind neben ökologischen auch positive volkswirtschaftliche Effekte.

Der Fachverband der Gas- und Wärmeversorgungsunternehmungen (FGW) förderte eine Diplomarbeit zum Thema "Heizungsumstellung auf Fernwärme aus KWK-Anlagen im mehrgeschossigen Wohnbau". Harald Leopoldseder, Absolvent der Johannes Kepler Universität in Linz, wird die Ergebnisse vorstellen.

Als weiteres zukunftsweisendes Vorhaben wird bei den Fernwärmetagen das neue Studium "Industrielle Energietechnik" an der Montanuniversität Leoben präsentiert. Diese akademische Ausbildung wird die österreichische Bildungslandschaft im Bereich der Energietechnik zusätzlich verstärken.

Das Produkt Fernwärme hat gute Image Werte

Michael Mock, Geschäftsführer des FGW, sieht Fernwärme weiter im Aufwind: "Etwa jede fünfte Wohnung in Österreich wird heute mit der sauberen Fernwärme beheizt. Jährlich kommen einige Tausend neue Anschlüsse hinzu. Das zeigt: die umweltfreundliche und nachhaltige Heizform liegt weiter im Trend."

Das unterstreichen auch aktuelle Umfrage-Ergebnisse. Die "Image Studie Fernwärme" belegt: Fernwärme steht bei Österreicherinnen und Österreichern sehr hoch im Kurs. Sie schätzen vor allem die komfortable und einfache Handhabung von Fernwärme.

Über den Fachverband der Gas- und Wärmeversorgungsunternehmungen

Der Fachverband der Gas- und Wärmeversorgungsunternehmungen (FGW) ist die unabhängige gesetzliche Interessenvertretung der österreichischen Gas- und Wärmewirtschaft. Als diese nimmt der FGW bei den Themen Globalisierung, Marktliberalisierung und Versorgung eine wichtige Stellung ein.

Darüber hinaus kommt den im FGW vertretenen Branchen in Umweltschutz- und Klimafragen besondere Bedeutung zu. Mit der Bereitstellung der umweltfreundlichen Energieformen Erdgas, Biogas, Fernwärme und Fernkälte sind die FGW-Mitgliedsunternehmen dazu prädestiniert, eine Schlüsselposition bei der Bewältigung anstehender Probleme auf diesem Gebiet einzunehmen.

Rückfragen & Kontakt:

Fachverband der Gas- und Wärmeversorgungsunternehmungen (FGW)
Mag. Michael Mock, Geschäftsführer
Mail: mock@gaswaerme.at
Tel: +43/1/513 15 88/13
Web: www.gaswaerme.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FGG0001