Kickl: Neutralität auch für Fischer kein Thema bei Krimkrise

Fischer gibt sich als "Bundesmoderator", nicht als Bundespräsident

Wien (OTS) - "Wer heute klare Worte vom Bundespräsidenten zur österreichischen Neutralität, im Zusammenhang mit der Krimkrise erwartet hat, ist schwer enttäuscht worden", zog der freiheitliche Generalsekretär NAbg. Herbert Kickl Bilanz über den Auftritt Fischers in der Ö1-Radioreihe "Im Journal zu Gast". Über weite Teile des Interviews habe man den Eindruck gewonnen Fischer selbst führe durch die Sendung, sei er doch mehr als "Bundesmoderator" denn als Bundespräsident wahrnehmbar gewesen, kritisierte Kickl die Wischi-Waschi-Politik des Staatsoberhauptes.

"Es ist immer ein bisschen gefährlich wenn man auf die Vernunft anderer vertrauen muss", war eines der Zitate, die Fischer von sich gegeben habe, womit er völlig recht habe, meinte Kickl, für den die österreichische Bundesregierung schon lange nicht mehr vernünftig agiere. "Bezeichnend auch, dass weder Seitens des ORF, noch Seitens des Bundespräsidenten die Neutralität Österreichs angesprochen wurde", zeigte sich Kickl erstaunt. Sei doch die Neutralität Österreichs höchstes Gut in der Außenpolitik und das besonders dann, wenn es darum gehe zwischen Konfliktparteien zu vermitteln, betonte Kickl.

Es habe jedoch den Anschein als wäre den Spitzenpolitikern von SPÖ und ÖVP die Neutralität eher lästig geworden, weil sie bei der Unterwürfigkeit in Brüssel behindere, warnte Kickl vor einer schleichenden Aufweichung der Neutralität. "Nur weil sich Faymann und Co in Brüssel Liebkind machen wollen, kann man die immerwährende Neutralität Österreichs nicht am EU-Altar in Brüssel opfern", betonte Kickl, der enttäuscht darüber ist, dass der selbsternannte Mahner der Neutralität, Bundespräsident Fischer, diese im heutigen Interview mit keiner Silbe erwähnt hat.

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