Glawischnig zum Frauentag: Gehaltsschere schließen und Kampf gegen Gewalt gegen Frauen intensivieren

Lunacek: EU-Kommission muss umfassende Strategie zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen vorlegen

Wien (OTS) - Frauen werden immer noch schlechter bezahlt als Männer. Die Gehaltsschere in der Entlohnung endlich zu ändern hat höchste Priorität. Zudem arbeiten vor allem Frauen in Niedriglohnbranchen. "Es braucht daher einen Mindestlohn von Euro 8,50 pro Stunde. Die meisten Friseurinnen oder auch Kanzlermitarbeiterinnen von Rechtsanwälten, Ordinationshilfen von ÄrztInnen oder Serviererinnen verdienen das heute immer noch nicht", erläutert dazu Eva Glawischnig, Klubobfrau und Bundessprecherin der Grünen, anlässlich des heutigen Weltfrauentages.

Massiv verstärkt muss auch die Vorsorge bei Gewalt gegen Frauen werden. Angesichts der schockierenden Zahlen, wonach laut einer aktuellen Studie der EU-Grundrechtsagentur jede dritte Frau in der EU Opfer von Männergewalt wird, besteht hier dringender Handlungsbedarf. Es braucht Schulungen im Bereich Gesundheit, Medizin und Justiz. Ansetzen müsste die Gewaltprävention zudem schon in den Schulen, damit Kinder später nicht zu Opfern oder Tätern würden, so Glawischnig. Insgesamt hat Österreich 2010 bloß 150.000 Euro für Gewaltprävention aufgewendet. 2012 waren es gar um 20.000 Euro weniger. "Das ist sicher zu wenig", so Glawischnig.

Lunacek: EU-Kommission muss umfassende Strategie zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen vorlegen

"Die EU-Kommission muss endlich eine umfassende Strategie für die Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen vorlegen", ergänzt Ulrike Lunacek, Spitzenkandidatin der österreichischen Grünen für die kommende EU-Wahl. Das muss die Konsequenz aus der Studie der Grundrechtsagentur und deren erschreckenden Ergebnissen sein. Gewalt gegen Frauen darf nicht, wie immer noch oftmals als Kavaliersdelikt betrachtet werden.

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