Aviso: Gedenkjahr 1914 - Internationale Konferenz im Parlament

Montag, 17.3.2014, 10 Uhr - Thema: Frieden und Demokratie

Wien (PK) - Der Ausbruch des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren ist Anlass für eine Internationale Konferenz, die sich am Montag, dem 17. März 2014, im Parlament mit der Korrelation zwischen Demokratie und Frieden beschäftigen wird. "1914 - The Collapse of a Peace Order: Is Democratic Peace an Alternative?" lautet der Titel der prominent besetzten Tagung, bei der ausgehend von einer Theoriedebatte und von historischen Erfahrungen Schlüsse für die Gestaltung einer künftigen Sicherheitsarchitektur gezogen werden sollen. Nationalratspräsidentin Barbara Prammer und Bundekanzler Werner Faymann werden die Konferenzteilnehmer um 10 Uhr im Historischen Sitzungssaal des Parlaments begrüßen. Die Präsidentin der Parlamentarischen Versammlung des Europarates, Anne Brasseur, und der Präsident des Europäischen Parlaments, Martin Schulz, werden zur Eröffnung der Konferenz sprechen.

Diese Tagung, die im Budgetsaal stattfinden wird, ist ein Beitrag zum Gedenkjahr "1914 - Ausbruch des Ersten Weltkriegs" und wird vom Österreichischen Parlament gemeinsam mit dem Österreichischen Institut für Internationale Politik (oiip) organisiert. Die namhaften TeilnehmerInnen werden die Debatte darüber aufgreifen, welche Faktoren für die Sicherung und Erhaltung internationalen Friedens ausschlaggebend sind und stellt in diesem Zusammenhang die Demokratie-Frieden-These in den Mittelpunkt der Ausführungen und Diskussionen. Diese These besagt, dass demokratische Verfassungsstaaten gegeneinander keine Kriege führen. Das bedeutet, dass die Europäische Union als Friedensprojekt deshalb erfolgreich ist, weil sie aus demokratischen Verfassungsstaaten besteht.

Demokratischer Frieden und Lehren für externe EU-Beziehungen

Da der Ausbruch des Ersten Weltkriegs den endgültigen Zusammenbruch des auf einem Mächtekonzert aufbauenden "Friedensystems" in Europa markierte, wird auch das Verhältnis zwischen Demokratie und Mächtekonzert erörtert werden. Der Theoriedebatte im ersten Panel wird eine themenfeldbezogene Analyse im zweiten Panel folgen, das Aspekte wie militärische Aufstellung, Bürgerkriege und Gender behandelt. Im letzten Panel werden die institutionelle Verflechtung in und außerhalb Europas, die neoliberale Globalisierung sowie die Umbrüche im Nahen Osten und in Nordafrika unter die Lupe genommen. Dabei geht es darum geht, aus der theoretischen Debatte und den historischen Erfahrungen Rückschlüsse und Lehren für die künftige Gestaltung der Sicherheitsarchitektur sowie für die externen Beziehungen der EU zu ziehen.

Es referieren Bruce Russett (Yale University), Adrian Hyde-Price (University of Bath), Harald Müller und Simone Wisotzki (Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung), Heinz Gärtner und Cengiz Günay (Österreichisches Institut für Internationale Politik), Jan Willem Honig (King's College London), Florence Gaub (Institut der Europäischen Union für Sicherheitsstudien), Markus Kornprobst (Diplomatische Akademie Wien), Terrence Hopmann (Johns Hopkins University), Ulrich Brand (Universität Wien) und Gerda Falkner (Universität Wien) (Schluss) red

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