Bundesminister Rupprechter: Umwelt- und Klimaschutz hat starke Partner in Vorarlberg

Neue klima:aktiv mobil Förderoffensive für Regionen startet / Neue klima:aktiv mobil Projektpartner, klima:aktiv Gebäude sowie Umweltzeichenbetriebe ausgezeichnet

Bregenz (OTS) - Bundesminister Andrä Rupprechter, Landesstadthalter Karlheinz Rüdisser und Landesrat Erich Schwärzler zeichneten heute im Bregenzer Festspielhaus über 20 Unternehmen, Gemeinden und Tourismusbetriebe für ihre Aktivitäten zum Umwelt- und Klimaschutz aus. Gewürdigt wurden zahlreiche Vorarlberger Unternehmen, Gemeinde und Städte sowie Veranstaltungs- und Tourismusbetriebe für ihr Engagement in den Bereichen Verkehr, Tourismus und energiesparende Errichtung von Gebäuden. "Eine umweltfreundliche Energie- und Mobilitätswende braucht aktive Partnerschaften, österreichweit. Mit unserer Klimaschutzinitiative klima:aktiv und dem Österreichischen Umweltzeichen setzen wir zahlreiche Maßnahmen, um den CO2-Ausstoß zu reduzieren und umweltfreundliche Standards zu setzen. Hier gelten wir als Vorreiter und Vorbild in Europa", so Bundesminister Andrä Rupprechter anlässlich der Auszeichnung in Bregenz.

"Wir wollen, dass die Vorarlbergerinnen und Vorarlberger in ihrer Verkehrsmittelwahl noch stärker auf die Öffis und das Fahrrad setzen", sagt Landesstatthalter Karlheinz Rüdisser: "Gründe und Argumente dafür gibt es viele - effizienter Klimaschutz, geringerer Energieverbrauch, weniger Stau, weniger Stress." Das Land Vorarlberg hat in den vergangenen Jahren in Zusammenarbeit mit den Gemeinden das Angebot des Verkehrsverbundes flächendeckend und schrittweise ausgebaut - durch Verbesserung der Infrastruktur und mit einem attraktiven Preisangebot wie dem 365 Euro-Jahresticket. Auch die Investitionen in den Radverkehr können sich sehen lassen. Schon jetzt ist kein Land in Österreich fahrradbegeisterter als Vorarlberg. Rüdisser: "Unser Ziel ist es, bis 2020 den Radverkehrsanteil nochmals zu steigern - von 15 auf 20 Prozent. Vorarlberg hat die besten Voraussetzungen fürs Umsteigen."

"Die ausgezeichneten Betriebe und Gemeinden sind wichtige Vorzeigebeispiele für CO2-Reduktionen und einen aktiven Klimaschutz. Die heutige Prämierung soll ein Ansporn für weitere Umweltleistungen sein und deren ökologische Verantwortung und Leistungen für die Mitwelt ins Rampenlicht stellen" - Landesrat Erich Schwärzler verweist in diesem Zusammenhang auf die Energieautonomie Vorarlberg:
"Bis 2020 soll der Energieverbrauch gegenüber dem Jahr 2005 um 15 Prozent reduziert werden. Mit 101 enkeltauglichen Maßnahmen haben wir die Schritte dorthin beschrieben - basierend auf den Vorgaben Energiesparen, Energieeffizienz und Ausbau erneuerbarer Energie".

Neue klima:aktiv mobil Förderungsoffensive "Klimafreundliche regionale Mobilität für Klima- und Energie-Modellregionen" gestartet

"Mit der neuen Förderoffensive unterstützen wir im Rahmen des Klima- und Energiefonds die Kooperation mit über 1.000 Gemeinden und Betrieben in 114 Regionen, Vorarlberg ist hier mit sechs Klima- und Energiemodellregionen vertreten", erklärt Rupprechter. Dies ermöglicht die Förderung von abgestimmten regionalen Mobilitäts- und Verkehrsmaßnahmen in Klima- und Energie-Modellregionen zur CO2-Reduktion. Gefördert werden können Fuhrparkumstellungen auf alternative Fahrzeuge, E-Mobilität, Radverkehrsausbau, Mobilitätsmanagement, Mobilitätszentralen sowie flexibler öffentlicher Verkehr.

klima:aktiv mobil unterstützt Vorarlberger Gemeinden und Unternehmen

"In Vorarlberg sind bereits zahlreiche Unternehmen, Städte und Gemeinden sowie Tourismusbetriebe vorbildlich unterwegs. Die Vorarlberger klima:aktiv mobil Projektpartner haben 338 Projekte im Mobilitätsbereich umgesetzt und damit jährlich 31.000 Tonnen CO2 eingespart. Mit insgesamt 7,9 Mio. Euro Förderungen des Lebensministeriums konnten 35,7 Mio. Euro Gesamtinvestitionen ausgelöst werden," betont Rupprechter.

Um die Treibhausgasemissionen im Verkehr zu reduzieren, unterstützt das Lebensministerium mit dem klima:aktiv mobil Programm Städte und Gemeinden, Unternehmen und Tourismusinitiativen bei der Elektromobilität, dem Radverkehrsausbau und beim innovativen Mobilitätsmanagement. "Zur Erreichung unserer Klimaziele brauchen wir gerade im Verkehrsbereich starke Partner, sowohl in unseren Gemeinden, in der Wirtschaft, im Tourismus als auch in der Aus- und Weiterbildung. Mit klima:aktiv mobil konnten bisher österreichweit fast 5.000 Projekte realisiert und insgesamt 570.000 Tonnen CO2 eingespart werden", so Bundesminister Andrä Rupprechter anlässlich der Auszeichnung. "Heuer stocken wir unsere finanziellen Mittel auf und stellen insgesamt 11 Mio. Euro für umweltschonende Verkehrsmaßnahmen österreichweit zur Verfügung", betont Rupprechter abschließend.

Nachhaltiges Bauen zahlt sich aus

Bauwerke sind langlebige Investitionsgüter, die nicht von heute auf morgen erneuert werden können. Der klima:aktiv Gebäudestandard ist ein Qualitätsnachweis für Gebäude, die Kriterien zur Energieeffizienz, Ökologie und Behaglichkeit auf höchstem Niveau entsprechen. klima:aktiv Gebäude sind so geplant und gebaut, dass sie von Energiepreis-Entwicklungen weitgehend unabhängig machen und gesund, behaglich und dennoch leistbar sind. Sie erfüllen schon heute die Anforderungen, die 2020 und darüber hinaus relevant sein werden.

11 neue LizenznehmerInnen bei Umweltzeichen und EMAS - Vorarlbergs Betriebe werden grüner

Das Österreichische Umweltzeichen ist seit 24 Jahren eine verlässliche Orientierungshilfe für umweltfreundliches Konsumverhalten, ökologischen Einkauf und nachhaltige Dienstleistungen. Über 750 LizenznehmerInnen und über 2.900 ausgezeichnete Produkte zeigen die dynamische Entwicklung. Im Tourismussektor steht das Umweltzeichen für konsequente Umsetzung von nachhaltigem Tourismus in ausgezeichneten Hotels, Restaurants und Cateringunternehmen. Bis dato haben sich über 250 Beherbergungs- und Gastronomiebetriebe mit rund 25.500 Gästebetten den strengen ökologischen Kriterien der Umweltzeichen-Richtlinie angeschlossen und leisten damit einen Beitrag zum Umweltschutz und zur Schonung der Ressourcen.

An Bedeutung gewinnen auch Green Meetings und Green Events, bei denen nicht nur die OrganisatorInnen, sondern auch die TeilnehmerInnen und andere Stakeholder bewusst mit Fragen der Ökologie und Nachhaltigkeit konfrontiert werden. Von der Information der TeilnehmerInnen über umweltfreundliche Anreise und das ökologische Catering bis zur Vermeidung von Abfällen während der Veranstaltung. Hier konnten bisher über 220 Veranstaltungen zertifiziert werden. 45 Unternehmen aus der Veranstaltungsbranche sind Lizenznehmerinnen geworden.

EMAS ist seit 1993 das freiwillige Umweltmanagementsystem der Europäischen Union. In Österreich sind derzeit 263 Organisationen an über 800 Standorten danach zertifiziert. In Vorarlberg werden aktuell acht Registrierungen verzeichnet. Sie alle haben Programme zur Verbesserung der Umweltleistung erstellt und werden regelmäßig von unabhängigen Umweltgutachtern überprüft.

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Wolfgang Wisek
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