Brunner zu Anzengruber: Nur Energiewende kann Anwort auf energiepolitische Fragen der Zukunft sein

Grüne: Wo sind die Bemühungen der Bundesregierung und des Bundesministers Mitterlehner?

Wien (OTS) - "Mit Verwunderung und Staunen habe ich die Aussagen von Verbund-Chef Wolfgang Anzengruber registriert", sagt Christiane Brunner, Umweltsprecherin der Grünen, und ergänzt: "Herr Anzengruber hat Recht wenn er sagt, dass wir vor einer revolutionären Veränderungen des Strom- und des gesamten Energiesystems stehen. Schuld daran ist aber nicht die Energiewende, wie von ihm behauptet, ganz im Gegenteil - die Energiewende ist die daraus resultierende notwendige Konsequenz. Nur sie kann die Antwort auf energiepolitische Fragen der Zukunft sein."

"Durch die Ausbeutung der fossilen Ressourcen und den dadurch verursachten Klimawandel werden gravierende Veränderungen notwendig. Genauso revolutionär und gravierend muss daher der Umbau des Energiesystems von Statten gehen. Dieses muss effizient, erneuerbar, demokratisch und bürgernah sein. Allerdings sehe ich in dieser Hinsicht leider keine Bemühungen der Bundesregierung oder des Energieministers", meint Brunner.

"Dass sich Kohlekraftwerke in Europa rechnen, liegt an den viel zu niedrigen CO2-Preisen. Dadurch haben sie einen Vorteil gegenüber effizienten Gaskraftwerken. Das ist ein massiver Missstand, der zeigt, wie unseriös es ist, die Unwirtschaftlichkeit von Gaskraftwerken den erneuerbaren in die Schuhe zu schieben. Es ist das Ziel der Energiewende, fossile Kraftwerke vom Markt zu drängen. Dafür brauchen wir angemessene CO2-Preise. Und gerade dagegen haben Wirtschaftsvertreter und ÖVP-Abgeordnete auf EU-ebene lobbyiert", ärgert sich Brunner.

"Ich finde es unerträglich, dass sich der Chef eines Unternehmens, das sich mit 'sauberem Strom' und 'energiewende' bewirbt, gleichzeitig gegen die Energiewende wettert. Ich lade Herrn Anzengruber ein, gemeinsam mit uns für die Abschaffung aller Subventionen für fossile und atomare Energie sowie für angemessene CO2-Preise zu kämpfen. Generell erwarte ich mir vom Chef eines staatsnahen Unternehmens eine offene Debatte bei so einem wichtigen Thema, anstatt mit einseitigen Halbwahrheiten gezielt Stimmung gegen die Energiewende zu machen", sagt Brunner und ergänzt:
"Energieminister Mitterlehner vermisse ich in dieser Debatte gänzlich. Er ist dafür verantwortlich, wohin sich Österreich energiepolitisch hin entwickelt. Ist er für oder gegen die Energiewende? Wie steht er zu den Aussagen Anzengrubers? Die Bevölkerung hat ein Recht auf klare Antworten in diesen Fragen".

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