Laki: Moodys wird die Bonität von Nö binnen eines Jahres nicht verschlechtern

ORF Titel fälschlicherweise Moodys bewertet Nö als "stabil"

St. Pölten (OTS) - Im Hinblick auf die im ORF verbreitete Jubelmeldung " . Moodys hat den wirtschaftlichen Ausblick für Niederösterreich von "negativ" auf "stabil" angehoben .." ergänzt der Landtagsabgeordnete des Team Stronach für NÖ, Dr. Walter Laki, dass die Änderung des Ausblicks von Moodys von "negativ" auf "stabil" keine Verbesserung des Ratings an sich bedeutet, sondern nur, dass innerhalb eines Jahres keine Herabsetzung des Ratings zu erwarten ist."

Der ORF, so Laki, führte weiter aus: "In der Begründung heißt es, dass Niederösterreich einen moderaten Schuldenstand aufweise und vor allem, dass die Sparvorgaben im Budget in die richtige Richtung gehen. Begründet wurde die Anhebung auch mit der Budgetentwicklung und dem Festhalten am geplanten Nulldefizit bis 2016."

Moodys berücksichtigt nicht die in ausgelagerten Gesellschaften geparkten Schulden

Nach Ansicht von Dr. Laki liest sich das wie ein bestelltes Gutachten. Laki meint, dies ist seiner Ansicht nach deshalb eine substanzlose und falsche Feststellung, weil nicht nur Niederösterreich sondern auch Oberösterreich in massiver Weise die Schulden in den Gemeinden parken. Die Gemeinden wiederum verschieben die Schulden in sogenannte "Schuldengesellschaften". Auch ist von den ständig zunehmenden Haftungen der Gemeinden für ihre Schuldengesellschaften keine Rede. Ein "echtes" Nulldefizit 2016 entbehrt daher jeder sachlichen Grundlage.

Felderer: Das Rating solle man nicht so wichtig nehmen

Laki: "Gerade in Niederösterreich haben die Kontrollorgane und offensichtlich auch Moodys kaum einen Einblick in diese Entwicklung. Das Moodys Gutachten ist seiner Ansicht auch deshalb als "einäugig" zu betrachten." Wie in mehreren Tageszeitungen publiziert, meint auch der Wirtschaftsforscher und ehemalige IHS-Chef, Dr. Bernhard Felderer, das Rating solle man nicht so wichtig nehmen. Laki betont weiters, dass die Ratingagenturen in der Vergangenheit schon oft eine gravierende Fehleinschätzung geliefert haben.

Laki kritisch zur Tätigkeit von Ratingagenturen: "Man sollte es nehmen was es ist, ein de facto Monopolgeschäft einiger weniger. Der Umsatz der Ratingagenturen beträgt rd. 5 Milliarden, bei einem Gewinn von rd. 2 Milliarden."

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