E-Day:14 - grenzloses unternehmen: Altes besteht und Neues entsteht

Podiumsdiskussion zum E:Day-14-Auftakt - Vieles geschieht nicht auf Knopfdruck und auch nicht von heute auf morgen, wird aber irgendwann doch Realität

Wien (OTS/PWK130) - "Grenzenlos als Chance oder Überforderung?"
war die Fragestellung bei der Podiumsdiskussion zum Auftakt des E-Day 2014, der heute den ganzen Tag im Haus der österreichischen Wirtschaft in Wien über die Bühne geht.

In der Wirtschaft sei grenzenloses Denken und Handeln längst genauso Notwendigkeit wie Realität, hob René Tritscher, Geschäftsführer der Bundessparte Handel in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), hervor: "Es gibt den grenzenlosen Warenverkehr, den grenzenlosen Kunden, der mit wenigen Mausklicks viele Angebote präsentiert bekommt genauso wie oftmals auch schon Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter länder- oder kontinenteübergreifend tätig sind." Zwar werden in Österreich derzeit noch 92% der Einkäufe in stationären Geschäften getätigt, der Online-Handel zeige aber auch in unserem Land ein zunehmend dynamisches Bild. Vor diesem Hintergrund kündigte Tritscher an, dass die 2013 gestartete Roadshow "Handel Goes WWW" der Bundessparte Handel, mit der bis dahin bereits rund 6.000 Handelsbetriebe in ganz Österreich erreicht werden konnten, eine Fortsetzung finden wird.

"Die Welt liegt zu meinen Füßen, ich kann weltweit Partner, Kunden und Mitarbeiter finden", formulierte es Meral Akin-Hecke, Unternehmerin und als Österreichs erster "Digital Champion" Vertreterin unseres Landes bei einem EU-Programm zur Förderung des Internets und digitaler Medien in Europa. Und weiter: "Das bedeutet auch, dass Altes besteht und Neues entsteht." Wichtig sei neben der Vernetzung auch die Glaubwürdigkeit, es gelte, sich eine Online-Identität sowie Vertrauenswürdigkeit aufzubauen. Aber: "Das geht nicht auf Knopfdruck und auch nicht von heute auf morgen", so Akin-Hecke. Zum Thema Innovation forderte sie: "Wir müssen zulassen können, dass Innovation auch aus Österreich kommt."

Es werde mobile Roboter geben, die von intelligenten Programmen gesteuert werden, viele Aufgaben erledigen und sich irgendwann auch einmal reproduzieren", zeigte sich der Physiker und Science Buster Werner Gruber in seinen Ausführungen überzeugt: "Das wird nicht heute oder morgen sein, aber in fünf bis zehn Jahren wird es soweit sein." Allerdings berge dieses Zukunftsszenario - wie etwa derzeit auch das Speichern von Daten in der Cloud - Chancen genauso wie Risiken, "etwa Roboter, die sich bewaffnen", so Gruber. In Sachen Innovation brachte er das Thema Wissenschaftsministerium aufs Tapet: "Wir haben keines", kritisierte er.

Christian Rupp, Sprecher der Plattform Digitales Österreich, hob hervor, dass Österreich in Sachen E-Gouvernement gut aufgestellt ist. Viele Verwaltungswege lassen sich bereits online erledigen. Darauf dürfe man sich jedoch nicht ausruhen. Aktuell gehe es darum, gemeinsam mit den Kunden, also Anwendern, zu lernen und zu erfahren:
"Was kann ich übers Internet tun?"

Fabasoft-Geschäftsführer Karl Mayrhofer hakte nochmals bei Thema "digitale Identität" ein und betonte die Bedeutung der Tatsache, beim grenzenlosen Kommunizieren und Handel sicher sein zu können, mit wem man es zu tun hat. Diesbezüglich trat er für mehr Standardisierung ein und unterstrich die Notwendigkeit einer pan-europäischen Lösung.

Karin Berger (UPC Austria) unterstrich, dass was vor kurzem noch in die Rubrik "Science Fiction" fiel, heute vielfach schon Realität geworden ist, etwa mobile Endgeräte, Cloud-Dienste oder ähnliches. Natürlich berge manche neue Technologie Gefahr in sich. Mögliche Herangehensweisen könnten aber sein, Dinge einer Überprüfung zu unterziehen, etwa unter den Gesichtspunkten "Nützt mir ein bestimmtes Tool etwas?", "Was bringt es mir - mehr Kontakte, Kunden und anderes oder doch eher Ärger. Zudem plädierte sie dafür, sich nicht davor zu scheuen, Beratung durch Expertinnen und Experten in Anspruch zu nehmen. (JR)

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