ÖAMTC zu "Mahü"-Befragung: Ohne Zwei-Drittel-Mehrheit "Runden Tisch" einberufen

Verkehrspolitik sollte ausgleichen und nicht spalten

Wien (OTS) - Sollte die morgen zu Ende gehende Bürgerbefragung zur Mariahilfer Straße nur ein knappes Ergebnis pro oder contra Verkehrsberuhigung bringen, fordert der ÖAMTC Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou auf, einen "Runden Tisch" zur weiteren Vorgehensweise einzuberufen. "50 Prozent plus eine Stimme hopp oder dropp ist der falsche Zugang", stellt Bernhard Wiesinger, Chef der ÖAMTC-Interessenvertretung klar. "Die Abstimmung zur Mariahilfer Straße ist keine Stichwahl. Eine Verkehrslösung sollte immer von möglichst vielen Bürgern mitgetragen werden. Jedes Ergebnis unter zwei Drittel pro oder contra Fuzo-Lösung ist ein Auftrag an die Stadtpolitik, Kompromisse zu finden."

Obwohl an der Bürgerbefragung nur Einwohner des 6. und 7. Bezirks teilnehmen dürfen, habe die Diskussion um die Mariahilfer Straße in den vergangenen Wochen zu einer starken Polarisierung in ganz Wien geführt. Wiesinger: "Verkehrspolitik sollte jedoch verschiedene Interessen integrieren und nicht die Bevölkerung spalten." Auch wenn es morgen eine knappe Mehrheit gegen die Fußgängerzone in der Mariahilfer Straße geben sollte, muss man weiter über eine Verkehrsberuhigung diskutieren - schließlich ist sie vielen Menschen ein Anliegen. Umgekehrt seien auch bei einer Mehrheit pro Fußgängerzone die Wiederöffnung von Querungen sowie das Halten oder Nacht-Parken in der Begegnungszone berechtigte Anliegen, die die Stadt berücksichtigen muss. "Es war die Radikalität des bisherigen Ansatzes - zwischen 6. und 7. Bezirk für den Autoverkehr praktisch eine Mauer hochzuziehen - die eine so hochemotionale Diskussion ausgelöst hat", erklärt Wiesinger.

In einer Informationssendung an seine Mitglieder, die auch der lokalen Ausgabe der Bezirkszeitung und des Bezirksblattes beigelegt wurde, hat der ÖAMTC im Februar dazu aufgerufen, gegen die derzeitige Verkehrsberuhigungs-Lösung zu stimmen. Wiesinger: "Das derzeitige Konzept ist so vermurkst, dass wir glauben, es ist besser, mit der Diskussion von vorne zu beginnen - diesmal unter Berücksichtigung aller Interessen."

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