Heinisch-Hosek: "Eine von fünf Frauen Opfer von Gewalt"

42.000 Frauen aus 28 Mitgliedsländern wurden erstmals zu Erfahrungen mit körperlicher, sexueller und physischer Gewalt befragt

Wien (OTS) - "Jede fünfte Frau in Österreich wird einmal in ihrem Leben Opfer von Gewalt, europaweit wurden 62 Millionen Frauen seit ihrem 15. Lebensjahr Opfer von körperlichen oder sexuellen Gewalt, das ist alarmierend ", sagte Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek anlässlich der internationalen Befragung der Agentur der Europäischen Union für Grundrechte (FRA), bei der erstmals 42.000 Frauen aus 28 Mitgliedsländern befragt wurden.

Österreich habe mit Einführung des Gewaltschutzgesetzes in den 90er Jahren ein klares Zeichen gesetzt, dass der Staat bei Gewalt in der Familie nicht wegschauen darf, sondern in Gewaltsituationen eingreift und die Täter zur Verantwortung zieht. Österreich sei mit dem Gewaltschutzgesetz Vorbild für viele Staaten, so die Ministerin.

Neben strengen Gesetzen seien Information und Beratung für von Gewalt betroffene Frauen zentral. "Mir ist es wichtig, dass Frauen und Mädchen wissen, wo sie sich hinwenden können wenn ihnen Gewalt widerfährt", so Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek. "Es gibt in Österreich ein dichtes Netz an Gewaltschutzeinrichtungen, wie etwa die Gewaltschutzzentren und Frauenhäuser in jedem Bundesland. Die Frauenhelpline gegen Männergewalt ist 24 Stunden, 365 Tage im Jahr unter der Nummer 0800 222 555 kostenlos erreichbar."

Die Befragung zeigt auch, dass immer mehr Frauen innerhalb von sozialen Netzwerken Opfer von sexueller Belästigung werden. Frauen zwischen 18 bis 29 Jahren werden sogar doppelt so häufig auf diese Weise belästigt. Die Frauenministerin betont: "Gerade für junge Frauen gibt es als besondere Hilfseinrichtung die fem:HELP-App, die unter www.bmbf.gv.at ganz einfach heruntergeladen werden kann. Die fem:HELP-App für Android-Handys und IPhones ist ein Zusatzinstrument für Frauen, um sich in Gewaltbeziehungen informieren und befreien zu können."

Das Frauenministerium arbeite außerdem an der Erstellung eines Nationalen Aktionsplans gegen Gewalt an Frauen, um den Gewaltschutz in Österreich zu verbessern. "Mit dem NAP Gewalt sollen wirkungsvolle Maßnahmen gegen Gewalt an Frauen und Mädchen ausgearbeitet und umgesetzt werden. Bis Sommer soll der NAP fertig gestellt sein, damit die Umsetzung im Herbst in Angriff genommen werden kann. Die gesamte Bundesregierung bekennt sich ganz klar zu Null Toleranz gegenüber Gewalt an Frauen," so die Ministerin abschließend.

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Dr.in Julia Valsky
Pressesprecherin der Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek
Telefon: + 43 1 53120-5025
julia.valsky@bmbf.gv.at

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