AKNÖ verstärkt Weiterbildungsoffensive

Präsident Wieser: "Lage am NÖ Arbeitsmarkt trotz leichter Entspannung kein Grund zum Jubeln"

Wien (OTS) - Aufgrund der aktuellen Entwicklungen am Arbeitsmarkt verstärkt die AKNÖ ihre Aktivitäten im Bereich Aus- und Weiterbildung. Es sollen um 44 Prozent mehr ArbeitnehmerInnen als 2013 erreicht werden, insgesamt rund 45.000 Personen. AKNÖ-Präsident Markus Wieser: "Heuer wenden wir mehr als 1,5 Mio. Euro auf, das ist ein Plus von über 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das ist ein wichtiger Beitrag zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit."

Präsident Wieser beurteilt die Situation am Arbeitsmarkt in Niederösterreich trotz eines ersten Silberstreifs am Horizont als kritisch. "Vor allem der starke Anstieg der Arbeitslosigkeit im Februar bei Älteren (+ 17,5 Prozent), Frauen (+ 13,2 Prozent) und niedrig qualifizierten ArbeitnehmerInnen (+ 15,4 Prozent bei Personen ohne Pflichtschulabschluss), bereiten mir Sorgen. Bei den Jugendlichen weisen die Entwicklungen zwar in die richtige Richtung, sind aber noch lange kein Grund zum Jubeln." Im Detail zeige sich nämlich, dass Ende Februar lediglich rund 63 Jugendliche weniger beim AMS vorgemerkt sind als im Vorjahr. Insgesamt sind rund 1.600 Jugendliche und weitere 7.500 junge Erwachsene zwischen 20 und 24 arbeitslos gemeldet. Dazu kommen noch 1.654 Jugendliche in Überbetrieblicher Ausbildung und fast 16.000 junge Menschen, die nirgends genau erfasst sind, die sogenannten Neets (not in education, employment or training). Daher ist für Präsident Wieser die Politik mehr denn je gefordert, alles daran zu setzen, damit neue qualifizierte Arbeitsplätze entstehen und bestehende Arbeitsplätze bleiben.

Weiterbildungsoffensive

Die AKNÖ stellt jedoch nicht nur Forderungen, sondern wird selbst aktiv. Direktor Mag. Helmut Guth formulierte für die Weiterbildungsoffensive der NÖ Arbeiterkammer die Zielsetzung: "Rund 10 Prozent der AKNÖ-Mitglieder sollen durch den Ausbau von Angeboten und durch neue Leistungen direkt angesprochen werden. Vor allem Frauen, Jugendliche und ältere ArbeitnehmerInnen stehen im Mittelpunkt unserer Aktivitäten", sagt Guth. "Mit ihren Angeboten ist die AKNÖ ein wichtiger Innovator mit neuen Ideen für die Weiterbildung. Wir können vom Budget her nicht zu den großen Playern gehören, bringen aber zukunftsorientierte Konzepte ein."

Die Angebote der AKNÖ zur Qualifizierung der ArbeitnehmerInnen umfassen vor allem die konkrete Erhöhung der direkten Bildungsförderungen. Der "Bildungsbonus", die direkte Kursbeihilfe wird z.B. erhöht von 100 auf 120 Euro erhöht, ebenso der Bildungsbonus für Arbeitslose auf bis zu 220 Euro. Mit dem Bildungsbonus spezial wird das Erreichen eines Bildungsabschlusses unterstützt, Kosten bis maximal 400 Euro können geltend gemacht werden. Mehr Geld denn je investiert die AKNÖ auch in die Förderung der TeilnehmerInnen von Arbeitsstiftungen, sie erhalten 366 Euro direkte Förderung.

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AKNÖ Öffentlichkeitsarbeit, Gerhard Zahler-Treiber, Tel.: 01-58883-1248

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