WKÖ: Pensionskonto mach System transparenter und einfacher

WKÖ-Gleitsmann: Reformprojekt geht auf Sozialpartnerinitiative zurück

Wien (OTS/PWK125) - Seit 1. Jänner 2014 gibt es das Pensionskonto für alle ab 1. Jänner 1955 geborenen Versicherten. Ab Juni 2014 erhält jeder Versicherte eine Mitteilung von seinem Pensionsversicherungsträger über die Höhe seines individuellen und aktuellen Kontostandes. Details dazu haben Bundesminister Hundstorfer und die Obleute der österreichischen Pensionsversicherungsträger heute, Mittwoch, in einer Pressekonferenz bekannt gegeben. "Es ist erfreulich, dass die Politik die Initiative der Sozialpartner aufgenommen hat und das Pensionssystem ab 2014 transparenter und einfacher wird", betont Martin Gleitsmann, Leiter der Abteilung für Sozialpolitik und Gesundheit in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). Basis für das System waren Maßnahmenvorschläge der Sozialpartner, um die Pensionsberechnung zu vereinfachen und aufzuzeigen, dass sich ein längerer Verbleib im Erwerbsleben für die Pensionshöhe lohnt.

Aufgrund zahlreicher Reformen war es in der Vergangenheit selbst für Pensionsexperten schwierig, den Überblick im komplexen System zu behalten. Mehrere, sich überschneidende Rechtslagen und damit verbundene Parallelrechnungen machten für Versicherte die Berechnung ihrer Pensionshöhe oft undurchschaubar.

Länger Arbeiten lohnt sich

Neben der Vereinfachung des Systems und der Möglichkeit, jederzeitig sein Pensionskonto einzusehen, zielt die Reform auch darauf ab, Menschen zu einem längeren Verbleiben im Erwerbleben zu motivieren. Die Kontoerstgutschrift wird neben dem aktuellen Stand der bisher erworbenen Pensionsansprüche sowie der jährlichen Aktualisierung dieser Ansprüche auch zeigen, inwiefern sich längeres oder kürzeres Arbeiten für jeden Einzelnen auf seine Pension auswirkt.

"Ich bin überzeugt davon, dass die Motivation länger zu arbeiten steigt, wenn Versicherte schwarz auf weiß sehen, um wie viel höher ihre Pension bei fortgesetzter Erwerbstätigkeit ist", so Gleitsmann. Auch das Koalitionsübereinkommen der Bundesregierung sieht vor, Anreize für längeres Arbeiten zu schaffen. "Die Teilpension und der Aufschub-Bonus sind wichtige ergänzende Bausteine, um hochqualifizierte ältere ArbeitnehmerInnen vor einem vorzeitigen Pensionsantritt abzuhalten. Dadurch erhalten sie höhere Pensionen, Dienstgebern bleiben wichtige Mitarbeiter erhalten, das Pensionssystem wird entlastet und die Wettbewerbsfähigkeit Österreichs wird gestärkt - eine Win-Win-Win Situation. Die Bundesregierung ist daher aufgefordert, die genannten Maßnahmen rasch umzusetzen", so Gleitsmann. (PM)

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